Bagger und Traktor stehen bei Erdhaufen, im Hintergrund Wohnhäuser
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Chronik

Bayern: Fast 90 Mio. Schaden durch Unwetter

Die starken Unwetter im Juli haben auch im Berchtesgadener Land (Bayern) schwere Schäden angerichtet: Beim Landratsamt sind bisher insgesamt 86 Millionen Euro Schadenssumme erfasst. Dazu kommen aber noch viele privaten Schäden, die noch nicht beziffert sind.

Jeden Tag melden sich zwei bis drei Unwetteropfer beim Landratsamt des Berchtesgadener Landes, um sich die Soforthilfe – vergleichbar mit dem Salzburger Katastrophenfonds – zu holen. Insgesamt wurden so bisher 420.000 Euro an Betroffene ausbezahlt worden. Wie hoch die Schäden an Privateigentum sind, kann die Versicherungskammer in Bayern derzeit aber noch nicht abschätzen.

Gemeinde Bischofswiesen zittert um Schadenersatz

In dem von dem Unwetter schwer getroffenen Bischofswiesen beziffert die Gemeinde zumindest schon den Schaden an der öffentlichen Infrastruktur: Die kaputten Straßen, Brücken und Wasserleitungen machen in Summe elf Millionen Euro aus. Noch sei nicht klar, wer diese Schäden bezahlt, sagt Bürgermeister von Bischofswiesen, Thomas Weber (CSU): „Für uns von der Gemeinde ist das Ganze – ich sag einmal – fast noch etwas holpriger, weil unsere Schäden von der Regierung von Oberbayern bezahlt werden. Da ist es noch nicht ganz klar, wie die Förderungen laufen. Ich hoffe nicht, dass wir auf großen Teilen der Schadenssummen sitzenbleiben.“

Schon 2013 wurde Bischofswiesen von einem Unwetter schwer getroffen. Damals habe die Regierung in Oberbayern die gesamten Kosten übernommen, sagt der Bürgermeister.