Cafe Tisch im Gastgarten
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Politik

Neue Lockerungen erleichtern vielen das Leben

Seit Mitternacht sind in Österreich die nächsten Lockerungsschritte in Kraft. Sie bringen einige Erleichterungen – vor allem für Gastronomie und Handel. Als zentrale Maßnahme bleibt die so genannte 3-G-Regel: Leichter wird das Leben großteils dort, wo Nachweise über Genesung, Impfungen oder gültige Tests erbracht werden.

Als einziges Bundesland kündigte Wien an, die Lockerungen nicht mittragen zu wollen. Es sind vier zentrale Eckpunkte, die nun in fast ganz Österreich ab sofort gelten: Keine Maskenpflicht mehr – überall dort wo ohnehin ein 3-G-Nachweis erbracht werden muss. Überall sonst reicht ein normaler Mund-Nasen-Schutz. Die FFP2-Maskenpflicht entfällt.

Obergrenzen fallen

Aufgehoben werden außerdem die Quadratmeter-Obergrenze im Handel und die Obergrenze für Besucher bei Veranstaltungen. Auch die Nachtgastronomie darf wieder aufsperren – allerdings unter verhältnismäßig milden Bedingungen: So dürfen Nachtlokale zu höchstens 75 Prozent ausgelastet sein. Dazu müssen von den Betreibern die Kontaktdaten aller Besucher erhoben werden.

Eine Datenerhebung soll es weiter auch in der übrigen Gastronomie, Hotellerie und in nicht öffentlichen Sport- und Freizeiteinrichtungen geben.

Skepsis und Kritik

Die Lockerungen haben schon vor ihrer Gültigkeit für Skepsis und teilweise Kritik gesorgt. Impfkoordinatorin Katharina Reich mahnt zur Vorsicht – vor allem bei der Lockerung der Maskenpflicht. Die österreichische Ärztekammer sieht einen zu sorglosen Umgang mit der 3-G-Regel. Entsprechende Nachweise würden in Gastronomie und Handel oft nur halbherzig oder gar nicht verlangt.

Widerstand gegen Liberalisierung in Wien

Die Regierung der Stadt Wien lehnt die Lockerungen überhaupt ab. Wegen der Ausbreitung der sogenannten Delta-Variante verschärft die Bundeshauptstadt ihre Regeln sogar. So sollen dort zum Beispiel die Selbsttests für Besuche von Wiener Wirtshäusern gar nicht mehr gelten.