Blick vom Giselakai zum Rudolfskai mit Festung Hohensalzburg und Salzach
ORF.at/Georg Hummer
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Wirtschaft

Rudolfskai soll attraktiver werden

In der Stadt Salzburg wurden am Dienstag die neuen Pläne für den Rudolfskai präsentiert. An der Lokalmeile sollen der Gehsteig verbreitet und die Fahrspuren reduziert werden. Das Gastronomiekonzept am Kai soll sich ändern. Auch die Neugestaltung des Kajetanerplatzes schreitet voran.

Am Rudolfskai soll im Bereich der Lokalmeile der Gehsteig verbreitet und die Fahrspuren reduziert werden. Und auch das Gastronomiekonzept am Kai soll sich ändern.

Der Rudolfskai macht seit Jahren immer wieder durch Schlägereien und betrunken Lokalbesucher negative Schlagzeilen. Das soll sich jetzt ändern, denn bereits sieben Lokale mussten ihre Pforten schließen. Stattdessen soll in den nächsten Jahren ein bunter Gastromix für Alt und Jung an der Salzach entstehen. Auch die traditionsreichen Irish Pubs sollen bleiben.

Rudolfskai nachts
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Der Rudolfskai ist seit Jahrzehnten als Lokalmeile in der Stadt Salzburg bekannt bis berüchtigt

Die Hausbesitzer wollen die historische Fassade an der Salzach attraktiver machen, betont der Sprecher der Hauseigentümer-Gemeinschaft, Nils Weger. „Wir wollen vor allem keine Probleme mehr – keine Polizeieinsätze, keine Schlägereien, keine Messerstechereien, und auch keine betrunkenen Jugendlichen mehr. Stattdessen soll es ein freundliches Miteinander sein, wobei es natürlich trotzdem noch pulsierendes Leben geben darf. Das ist ja schließlich ein wesentliches Merkmal einer Stadt.“

Häuser am Rudolfskai
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Die Hausbesitzer wollen die historische Fassade attraktiver machen

Künftig nur noch eine Fahrspur für Pkw und Lkw

Basis für die Neuausrichtung soll ein neues Verkehrskonzept für den Rudolfskai sein, sagt die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP). „Wenn wir den Gehsteig verbreitern, nehmen wir zwangsläufig etwas von der Fahrbahn weg. Es gibt derzeit eineinhalb Fahrspuren und das braucht in Wahrheit niemand. Wir nehmen hier diese halbe Fahrspur weg und es bleibt wie gewohnt eine Busspur und eine normale Fahrspur. Die gewonnene halbe Fahrspur wird dann Platz für die Fußgänger zum Flanieren bieten.“

Alkoholverbot Rudolfskai
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Durch die neue Fahrbahnführung solle es zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, betont Unterkofler. Das verspricht auch Jakob Ruzicka, Verkehrsplaner der Stadt Salzburg. „Es wird keine Staus geben, denn durch die breiter gewordenen Autos ist ja auch jetzt schon nur eine Spur für Pkws benutzbar, und eine zweite eben als Busspur.“

Kritik am Konzept kommt indes von der Bürgerliste. Von einer echten Verkehrsberuhigung könne keine Rede sein, kritsiert der Verkehrssprecher der Bürgerliste, Lukas Uitz. NEOS-Fraktionsobmann Lukas Rößlhuber wiederum pocht darauf, dass die Jugendlichen nicht verdrängt werden dürften. Es gebe für sie ohnedies viel zu wenig Angebote in der Stadt. Er fordert ein Bürgerbeteiligungsprojekt speziell für Jugendliche, das ausloten soll, wo sich künftig Lokale in der Altstadt für Jugendliche in Feierlaune ansiedeln können.

2022 Baubeginn für die Neugestaltung

Während der Öffnungszeiten sollen auch neun Verbindungen in den Gebäuden vom Rudolfskai in die Judengasse offen stehen. Baubeginn für die Neugestaltung soll 2022 sein.

Neues Konzept für Rudolfskai präsentiert

In der Stadt Salzburg wurden am Dienstag die neuen Pläne für den Rudolfskai präsentiert. Auch das Gastronomiekonzept am Kai soll sich ändern.

Kajetanerplatz: Neuer Brunnen eingehoben

Nur ein paar hundert Meter weiter, am Kajetanerplatz, wird bereits seit März gegraben: Der Platz neben dem Justizgebäude wird neu gestaltet, und die Arbeit auf der Großbaustelle schreitet voran.

Am Dienstag wurde der neue Brunnen eingehoben. Mit der Umgestaltung soll aus dem Durchzugsplatz ein Verweilort werden. Die Stadt spricht von einer Aufwertung. Ähnlich positiv sehen es auch die Geschäftsleute und fühlen sich von Großbaustelle nur wenig beeinträchtigt.

Aus der Durchzugsgasse soll ein Verweil-Ort entstehen

Der Brunnen soll künftig zum Zentrum des neu gestalteten Kajetanerplatzes werden. Noch im Juli soll aus der Durchzugsgasse ein Verweil-Ort entstehen, sagt Bau-Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste).

Der Brunnen ist „klimafit“ – mit 120 Wasserdüsen soll er an heißen Sommertagen für Abkühlung sorgen. Das dürfte auch notwendig sein – natürliche Schattenspender gibt es auf dem Platz nämlich nur wenige. Im Zuge der Umgestaltung werden auch zusätzliche Bäume gepflanzt.

Fußgängerzone wird ausgeweitet

Mit den Begleiterscheinungen der Baustelle können die dort ansässigen Geschäftsleute offenbar leben – man unterstützt sich gegenseitig. Noch im Juli soll der Platz asphaltiert werden, dann wird er auch verkehrsberuhigt und die Fußgängerzone wird ausgeweitet. Dafür wird der Poller am Beginn der Kaigasse verlegt.

Kajetanerplatz: Neugestaltung schreitet voran

Der Kajetanerplatz neben dem Justizgebäude wird neu gestaltet, und die Arbeit auf der Großbaustelle schreitet voran.