Polizeifahrzeug
ORF.at/Sonja Ryzienski
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Verkehr

Lkw-Unfälle: Polizei sieht „keine Häufung“

Nach den schweren Verkehrsunfällen mit Lastwagen-Beteiligung in den vergangenen Tagen und Wochen sieht die Polizei keine generelle Zunahme von Unfällen mit Lastwagen. Vielmehr handle es sich um ein momentanes Bild, also eher um Zufall.

Unfälle zwischen Lkw und anderen Verkehrsteilnehmern seien laut Polizei für die Sicherheit auf Salzburgs Straßen nicht relevant. Dabei gab es in letzter Zeit etliche derartige Unfälle.

Eine Mopedlenkerin kollidierte mit einem Lastwagen in Seekirchen (Flachgau) und wurde dabei schwer verletzt – einen Tag zuvor kam in Taxenbach (Pinzgau) ebenfalls eine Mopedfahrerin zu Sturz, nachdem sie von einem Lastwagen überholt wurde. In Oberalm (Tennengau) erfasste ein Lastwagen einen Pensionisten auf einem Rollator – der Mann erleidet tödliche Verletzungen. Im April starb in Nußdorf ein 31-Jähriger, nachdem er mit seinem Pkw auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal in einen Lastwagen gekracht war

Zufällige Häufung

Diese Fälle sind nur ein Auszug von Unfällen mit Lastwagen-Beteiligung in den vergangenen Wochen – generell aber nehmen laut Polizei Unfälle mit Lastwagen seit zwei Jahren deutlich ab, sagt der Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei, Friedrich Schmidhuber: „Es dürfte sich bei den aktuellen Ereignissen um eine zufällige Häufung handeln.“

Fahrradunfälle in acht Jahren um die Hälfte gestiegen

Vielmehr beschäftigen die vielen Fahrradunfälle die Polizei: Hier haben sich auf Salzburgs Straßen im vergangenen Jahr 930 Unfälle ereignet und damit ist die Zahl der Unfälle in den vergangenen acht Jahren um die Hälfte gestiegen, sagt Schmidhuber: „In der Stadt Salzburg ist bei jedem zweiten Unfall mit Verletzungen ein Radfahrer beteiligt.“

Der Fahrrad-Boom treibt laut Polizei die Unfallzahlen deutlich in die Höhe: Das bestätigt auch der Umstand, dass bei 48 Prozent aller Fahrradunfälle kein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt ist.