Gesundheit

Konferenz zu Urvertrauen und Urängsten

Warum hat ein Mensch Ängste? Warum vertraut er bestimmten Personen, anderen hingegen nicht? Was macht die Krise mit uns? Mit diesen Themen beschäftigen sich die Paracelsus Medizinische Universität und das Bildungshaus St. Virgil ab Donnerstag in einer internationalen Online-Konferenz zum Thema Urvertrauen und Urängsten.

Urvertrauen besitzt man nicht von Geburt an – es muss sich erst aufbauen und hier sind laut dem Early life Care Institut an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität die ersten drei Lebensjahre entscheidend: Ob wir uns auf andere und auf uns selbst verlassen, hängt vom Urvertrauen ab, das wir durch konstante Beziehungen in der Kindheit aufbauen.

Pandemie macht Thema aktueller denn je

Die Pandemie mache das Thema aktueller denn je, sagt der Rektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Wolfgang Sperl: „Es ist wirklich zum Leben notwendig, dass ein Neugeborenes eine konstant erlebbare und spürbare Beziehung über einen wichtigen Zeitraum erhält. Wenn wir jetzt diese Pandemie-Zeit erleben, dann ist genau dort etwas passiert. Dass wir jetzt erkennen – so wie man abnimmt, wenn man zu wenig Energie über die Nahrung aufnimmt, dass man auch seelisch und psychisch auch abnehmen kann.“

Das Early Life Care Institut beschäftigt sich mit den Entwicklungszeiten von der Zeugung über die Schwangerschaft und Geburt bis zum frühkindlichen Heranwachsen. An der zweitägigen Tagung nehmen unter anderem Bindungsforscher, Kinderpsychiater, Hebammen, Musiktherapeuten und Kinder- und Jugendmediziner teil: Ziel ist es, die Berufsgruppen, die Kinder und Eltern in der Zeit vor und nach der Geburt betreuen, zu vereinen.