Photovoltaikpanele im Sonnenstein
ORF.at/Georg Hummer
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Politik

Solarstrom: Kritik an Ende der Förderungen

Ein lapidarer Satz auf der Website der Landesregierung hat für viele kleine Betriebe große Auswirkungen. Die Förderung für Photovoltaik-Anlagen sei ausgeschöpft. Damit sind alle Anträge fürs Altpapier, die nach dem 20. April eingetrudelt sind. In der Bevölkerung gibt es Kritik an der Landespolitik.

Alois Fürstaller aus Taxenbach (Pinzgau) plant und errichtet für Betriebe neue Photovoltaik-Anlagen. Der Techniker berät die Unternehmen – auch bei Ansuchen um Förderung. Er habe es schon Anfang März kommen sehen, dass der Fördertopf bald leer sein wird: „Es gab so dermaßen viele Anfragen. Und wir haben uns gefragt, wie geht sich das mit dem Budget aus?“

Es geht sich nicht aus, das ist nun fix.

Regierungsbüro stockte ein Mal auf

1,1 Millionen Euro seien am Anfang vorgesehen gewesen, heißt es dazu aus dem Büro des ressortzuständigen Landeshauptmannes Wilfried Haslauer (ÖVP). Die Summe sei dann noch um 1,3 Millionen Euro erhöht, um weitere 108, bereits eingelangte Förderanträge bedienen zu können. Alle anderen schauen heuer durch die Finger.

„Von Anfang an zu wenig Geld im Topf?“

Interessenten können es frühestens im nächsten Jahr wieder versuchen, kritisiert Techniker Fürstaller in Taxenbach: „Wenn die Förderungen gedeckelt gewesen wären, hätte der Topf länger gereicht. Es bleibt aber die Frage, ob die Förderung von Anfang an nicht viel zu niedrig war.“

Für ihn bedeutet das abrupte Ende der Förderungen, dass ihm scheinbar schon fixe Aufträge nun reihenweise ausfallen.