Todesstrecke B156
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Verkehr

„Todesstrecke“: B156 im Flachgau

Bereits sechs Menschen sind seit Jahresbeginn bei Unfällen auf Salzburgs Straßen ums Leben gekommen – vier davon auf der Lamprechtshausener Straße im Flachgau. Das Land plant nun, die Einhaltung der Tempolimits verstärkt zu kontrollieren. Auch ein Kreisverkehr bei Oberndorf Süd ist eine Option.

Sie drücken aufs Gas – ohne Rücksicht auf Verluste mit mehr als 200kmh auf der Landesstraße – und vergessen dabei, dass sie innerhalb von Sekunden über Leben und Tod entscheiden können.

Die „Todesstrecke“ nennt der Oberndorfer Bürgermeister Georg Djundja von der SPÖ die Lamprechtshausener Straße mittlerweile – und er fordert die Landespolitik dringend auf, zu handeln: „Konkrete Maßnahmen die ich mir vorstellen könnte, sind eine Geschwindigkeits-Tempokontrolle, zum Beispiel durch Radarkästen, außerdem braucht es an unübersichtlichen Stellen ein Überholverbot. Hinzu kommt die gefährliche Stelle der Abbiegung Oberndorf-Süd, dass ist die Abbiegung wo es in die Stadt Oberndorf hinein geht, analog der Stelle Oberndorf-Nord wäre es gut einen Kreisverkehr zu errichten.“ Dieser soll die Abbiegesituation entschärfen und Tempo aus der Strecke nehmen.

Bauliche Maßnahmen als Raserhindernisse

Sachverständige des Landes arbeiten derzeit ein Verkehrssicherheitskonzept aus. Tempo raus ist die Devise – auch bauliche Maßnahmen stehen zur Debatte. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll von der ÖVP dazu: „Wir reden hier zum Beispiel von Fahrbahnteilern oder Fahrbahnverengungen. Wir haben einige Möglichkeiten um das schnelle Fahren sehr unattraktiv zu machen oder gar zu verunmöglichen.“

Ende Mai soll ein konkretes Konzept vorliegen. Schnöll geht außerdem davon aus, dass auch die strengeren Strafen für Raser, die auf Bundesebene beschlossen worden sind, helfen, die Raserstrecke B 156 zu entschärfen.