Müllcontainer von innen
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Weniger Restmüll in der Pandemie

Während in anderen Bundesländern die Restabfall-Menge pandemiebedingt um bis zu fünf Prozent gestiegen ist, ist sie in Salzburg gesunken. In der Landeshauptstadt verzeichnet der Magistrat sogar dreieinhalb Prozent weniger Müllaufkommen.

Geschlossene Gastronomiebetriebe und Hotels sind laut Abfallservice der Stadt Salzburg die Hauptgründe für den Rückgang beim Müllaufkommen in der Mozartstadt. Die Nächtigungszahlen in der Landeshauptstadt gingen im vergangenen, ersten Jahr der Pandemie, im Vergleich zu 2019 um mehr als 60 Prozent zurück – die Tourismusbetriebe hätten dementsprechend ihre Fixkosten reduziert, sagt der Leiter des städtischen Abfallservices Jürgen Wulff-Gegenbauer. „In der Stadt Salzburg hat die Gastronomie die Möglichkeit, sich von der Müllabfuhr abzumelden. Die Tonnen werden dann ausgegliedert und die Betriebe werden nicht angefahren. Derzeit haben wir noch rund 50 Betriebe im Stadtgebiet, die abgemeldet sind.“

Verpackungsmüll in großen Wohnsiedlungen gestiegen

In einzelnen größeren Wohnsiedlungen sei der Restmüll 2020 hingegen schon mehr geworden, so sei laut dem Magistrat etwa mehr Verpackungsmaterial durch Online-Käufe und Essenslieferungen angefallen, allerdings nie so viel, dass dieser Müll die Mengen aus Gastronomie und Hotellerie hätte aufwiegen können.

Recyclinghof: Lockdowns zum Entrümpeln genutzt

Mit einem Minus von nur knapp einem Prozent bei der Abfallmenge entsorgten Privatpersonen und Firmen im städtischen Recyclinghof im Vorjahr dagegen fast genau so viel Müll und Problemstoffe wie 2019. Besonders den ersten Lockdown nutzten viele Salzburger zum Entrümpeln.