Polizist führt bei Autofahrer eine Kontrolle durch
Zeitungsfoto.at
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Chronik

Viel schärfere Aktionen gegen Raser

Die Salzburger Verkehrspolizei verschärft ihre Kontrollen gegen Raser – wie angekündigt. Am Wochenende hat die erste größere Aktion stattgefunden. Es waren neben Polizisten auch „Schnellrichter“ und gerichtlich beeidete Sachverständige für Fahrzeugtechnik im Einsatz.

Diese „Schnellrichter“ können an Ort und Stelle die Strafbescheide ausstellen. Die technischen Fachleute untersuchen Autos von Verdächtigen. In den kommenden Wochen soll es solche Aktionen regelmäßig geben. In der Nacht auf Sonntag war der Kontrolltross der Behörden in der Stadt Salzburg und im Flachgau zum ersten Mal in dieser Form unterwegs. Insgesamt 21 Raser habe man angehalten, teilt die Polizei mit. Einer müsse nun mit dem Entzug seines Führerscheins rechnen.

„Schnellrichter“ sind BH-Mitarbeiter

Kfz-Sachverständige haben bei 21 Fahrzeugen insgesamt 41 Übertretungen der gesetzlichen Regelungen festgestellt. Bei acht Autos wurden die Kennzeichen abgenommen. Dazu haben so genannte „Schnellrichter“ – Strafreferenten der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft – die Strafbescheide gleich an Ort und Stelle ausgestellt, sagt Polizeisprecher Hans Wolfgruber: „Durch diese Einsätze ist der psychologische Eindruck ein anderer. Wenn der jeweilige Verkehrsteilnehmer die Ahndung der Delikte unmittelbar verspürt, dann wirkt das besser, als wenn man Strafen erst mit Wochen oder Monaten Verspätung bekommt. Und man das gefühlsmäßig gar nicht mehr mit dem Verstoß in Verbindung bringt.“

In den kommenden Wochen würden solche Raser- und Tuner-Kontrollen unter verschärften Bedingungen öfter im ganzen Land durchgeführt, so Wolfgruber.