Im Innernen der Kapelle
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Kultur

Rumpelkammer war versteckte Kapelle

Eine neue Attraktion hat das Salzburger Domquartier jetzt für seine Besucher geöffnet – die kleine Privatkapelle von Erzbischof Friedrich Fürst zu Schwarzenberg. Die einstige Rumpelkammer strahlt jetzt wieder als neugotischen Gesamtkunstwerk.

In den vergangenen Jahrzehnten war die Kapelle nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und wurde als Abstellraum genutzt. Jetzt wurde sie renoviert und ist für Besucher geöffnet. Historisch ist die kleine Kapelle ein Stilmix auf 14 Quadratmetern. Geprägt ist die Gestaltung von den Italienreisen des Erzbischofs bis hin zu seiner Begeisterung für die Gotik. „Die Gotik wurde im 19. Jahrhundert als der kirchliche Stil gesehen“, sagt Diözesankonservator Roland Kerschbaum. Der kleine Andachtsraum ist eines der ersten Beispiele für den Historismus in Salzburg.

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Die Kapelle ist jetzt für Besucher geöffnet
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Die Kapelle ist jetzt für Besucher geöffnet
Blick ins innere der Kapelle
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Blick ins innere der Kapelle
Kunstvoll gestaltete Wände und Decken
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Kunstvoll gestaltete Wände und Decken
Der Altar in der Kapelle
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Der Altar in der Kapelle
ein Portrait von Erzbischof Friedrich Fürst von Schwarzenberg
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ein Portrait von Erzbischof Friedrich Fürst von Schwarzenberg
Das Wappen von Erzbischof Friedrich Fürst von Schwarzenberg
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Das Wappen von Erzbischof Friedrich Fürst von Schwarzenberg

Kapelle zur privaten Andacht

Friedrich Fürst zu Schwarzenberg war von 1835 bis 1850 Erzbischof von Salzburg. Er war als sehr sozialer Mensch bekannt, so legte er etwa den Grundstein für das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach, das heute noch nach ihm benannt ist.
Die Kapelle dürfte nach Einschätzung von Diözesankonservator Kerschbaum ein privater Rückzugsort für Schwarzenberg gewesen sein: „Die Kapelle ist genau in der Mitte der Zimmerflucht, es ist also das kleine intime Herzstück für die private Andacht.“

Wirkung der Kapelle erhalten geblieben

Die intime Atmosphäre wird durch die Deckenelemente verstärkt. Das mehrteilige Original-Deckensegel ist erhalten geblieben, es wurde gereinigt und restauriert und verstärkt die Wirkung in der Kapelle, sagt Eva Hody, Leiterin des Bundesdenkmalamts in Salzburg. Ebenso wie die Fenster, die nicht mehr vollständig erhalten waren. „Das dämmrige Licht sollte auf jeden Fall wieder Platz finden, deshalb haben sind die Scheiben, die ersetzt werden mussten, mit der gleichen Farbgebung bemalt worden, sie die Originalscheiben“, so Hody. 220.000 Euro hat die Salzburger Burgen- und Schlösserverwaltung in die Restaurierung investiert.

Das versteckte Kleinod in der Residenz

Bild kehrt in Residenz zurück

Ergänzt wird das Ensemble durch ein Bild, das seinen Weg zurück in die Residenz gefunden hat. Es zeigt Großherzog Ferdinand den Vierten mit seiner Frau Prinzessin Alice, die in der Residenz geheiratet und gelebt hatten. Das Bild war im Besitz von Radbot Habsburg, der es jetzt der Residenz geschenkt hat – als Zeugnis für lebendige Geschichte in Salzburg.