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QuickHoney/ORF.at
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Gesundheit

Informationen zur CoV-Impfung in Salzburg

Die Coronavirus-Impfungen laufen seit Jänner in Salzburg. Seit 1. Februar können sich auch über-80-Jährige, die zu Hause wohnen, und Personen der Hochrisikogruppe vormerken lassen. Ab 15. Februar ist eine Vormerkung für alle möglich. Wann geimpft wird, hängt von der Impfstoff-Verfügbarkeit ab.

Impfungen sind freiwillig und kostenlos

Die Coronavirus-Impfung wird freiwillig und kostenlos angeboten. In Österreich zugelassen sind derzeit die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Geimpft wird in Salzburg derzeit nur mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff. Grundsätzlich gilt, dass der Zeitplan von der Verfügbarkeit der Impfstoffe abhängt und davon, wie viele Menschen sich impfen lassen wollen.

Der Zeitplan: Wer wird wann geimpft?

  • Begonnen wurde Anfang Jänner mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Alten- und Pflegeheimen.
  • Ebenfalls im Jänner wurde in den Krankenhäusern mit der Impfung des Personals gestartet. Vorrang hatten hier jene, die auf den Covid-19-Stationen arbeiten.
  • Anfang Februar starteten die Impf-Vormerkungen für jene Salzburgerinnen und Salzburger, die älter als 80 Jahre sind und außerhalb von Alten- und Pflegeheimen wohnen. Sie können sich über die Gesundheitshotline 1450 und über die Internetseite www.salzburg-impft.at vormerken lassen. Es gelte aber nicht das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, betont das Land Salzburg. Die Hausärzte sollen nach dem Gesundheitszustand priorisieren, wer wie dringend eine Impfung benötigt.
  • Ebenfalls Anfang Februar startete die Impf-Vormerkung für Patienten in Risikogruppen – zum Beispiel aktive Krebspatienten, Organtransplantierte, Personen mit Demenz, Chronische Herz-, Leber- oder Dialysepatienten sowie Menschen mit Trisomie 21. Sie konnten sich vorerst nur über ihren Hausarzt vormerken lassen.
  • Ab 15. Februar können sich dann alle impfwilligen Salzburgerinnen und Salzburger für einen Impftermin vormerken lassen. Dann wird es auch nur mehr eine zentrale Vormerkplattform für alle geben, in die man sich entweder über www.salzburg-impft.at oder über die Hotline 1450 einträgt.
  • In der Woche vom 15. Februar beginnt auch die Impfaktion für niedergelassene Ärzte, Apotheker und anderes Gesundheitspersonal starten. Andere Gruppen werden je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes geimpft.

Wo finden die Impfungen statt?

In Salzburg sollen grundsätzlich die Hausärzte die Impfungen durchführen. Das betont das Land Salzburg. Ärzte in einzelnen Gemeinden oder Regionen können zusammen mit dem Rote Kreuz nach Bedarf eigene Impfstraßen einrichten. Konkrete Pläne für solche fixen Impfstraßen gibt es zurzeit in der Stadt Salzburg, aber zum Beispiel auch in St. Johann im Pongau.

Wie lange hält der Impfschutz?

Wie lange der Impfschutz hält und ob oder wie oft Auffrischungsimpfungen nötig sind, lässt sich erst nach einiger Beobachtungszeit sagen. In Salzburg wird vorerst mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft – mit zwei Dosen im Abstand von mehreren Wochen. Danach liege der Schutz durch diesen Impfstoff bei knapp 95 Prozent, sagt das Land Salzburg.

Ab wann der Impfstoff von AstraZeneca, der für nur für 18- bis 65-Jährige empfohlen wird, in Salzburg verimpft wird, ist noch unklar. Aber auch hier sind zwei Teilimpfungen nötig.

Kann ich das Virus trotz Impfung übertragen?

Das ist ebenfalls noch unklar. Darum ist es wichtig, sich auch nach einer Impfung an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten – also Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen.

Ist Impfen auch nach einer Covid-19-Erkrankung nötig?

Es steht noch nicht fest, wie lange man nach einer durchgemachten Coronavirus-Infektion immun ist und nicht mehr an Covid-19 erkranken kann. Es wird deshalb empfohlen, sich auch dann impfen zu lassen, wenn man schon eine Coronavirus-Infektion hatte.

Impfungen auch für Schwangere und bei Allergien?

Laut Robert Sollak, Impfkoordinator des Landes Salzburg, wird von einer Impfung von Schwangeren und Stillenden derzeit abgeraten, weil dazu noch keine Hersteller-Informationen vorhanden sind. Nach einer Coronavirus-Impfung sollte zudem zwei Monate auf eine Schwangerschaft verzichtet werden.

Allgemeine Allergien sind laut Sollak kein Hindernis für eine Impfung. Es kann in seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion gegen einen bestimmten Inhaltsstoff kommen. Dies ist auch bei anderen Impfstoffen bekannt.

Weitere Informationen

Für Fragen rund um Covid-19 und zur Impfung stehen die Coronavirus-Hotline der AGES unter 0800 555 621 und die telefonische Gesundheitsberatung 1450 zur Verfügung. Die laufend aktualisierte Impfstrategie gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.