Salzburger Altstadt im Herbst
ORF.at/Georg Hummer
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Politik

Erste Reaktionen auf Lockdown II

Ab Dienstag 00.00 Uhr gilt in ganz Österreich wieder ein harter Lockdown. Von der politischen Opposition in Salzburg gibt es in einer ersten Reaktion Kritik für die Maßnahmen der Bundesregierung

SPÖ-Landesvorsitzender David Egger kritisiert die Schließung aller Schulen und mahnt besseren Schutz für kritische Einrichtungen wie Spitäler ein. Die vergangenen beiden Wochen seien ein Lockdown ohne Hausverstand gewesen, so Egger. Er kritisiert, dass die Menschen ab 20 Uhr ihre Wohnungen nicht mehr verlassen hätten dürfen, während ein großes Möbelhaus in Eugendorf eine riesige „Eröffnungs-Coronaparty“ hätte feiern können. Statt das medizinische Personal in den Krankenhäusern regelmäßig zu testen, würde mit den Schulen nur ein Nebenschauplatz des Infektionsgeschehens geschlossen, so der Salzburger SPÖ-Chef.

FPÖ: „Regierung ist unkoordiniert und planlos“

Unkoordiniert und planlos sei die Regierung an die Herausforderungen im Bereich Bildung und Gesundheit herangetreten, sagt die Freiheitliche Landesparteichefin Marlene Svazek in einer ersten Stellungnahme und kritisiert, dass die Bundesregierung den Sommer verschlafen hätte. „Wer im Sommer schläft, wacht im Lockdown auf“, so die Freiheitliche Landesparteiobfrau in einer Aussendung. Die Regierung sei nicht Herr der Lage, die Schulschließungen eine Katastrophe für Wirtschaft und Eltern.

Grünen für raschen Normalbetrieb bei Kinderbetreuung

Der neugewählte Grüne Landesgeschäftsführer Simon Heilig-Hofbauer stellt in einer Aussendung fest, dass es gelungen sei eine generelle Schulschließung abzuwenden. Kindergärten und Schulen würden weiterhin für alle offen bleiben, die Bedarf hätten. Er hofft, dass es durch die neuen Maßnahmen gelingt, die Infektionsketten zu unterbrechen. Dann müssten Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen als allererstes wieder mit dem Normalbetrieb starten, so Heilig-Hofbauer.