Schild „Israelitische Kultusgemeinde Salzburg“ an Hauswand
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Politik

Israelitische Kultusgemeinde schockiert über Attentat

Schockiert über den Terrorakt in Wien am Montag zeigt sich Hanna Feingold, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg. Österreichweit wurden alle Synagogen geschlossen. Es ist nach wie vor unklar, ob der Stadttempel in Wien ein direktes Anschlagsziel gewesen wäre.

„Wir sind natürlich alle geschockt von den Ereignissen und jeder Tote ist einer zu viel“, sagt Feingold. Der durch den Lockdown ohnehin auf ein Minimum heruntergefahrene Parteienverkehr der jüdischen Gemeinde wurde vorläufig aus Sicherheitsgründen komplett eingestellt. „Wir sind immer sehr um Sicherheit bemüht“, so Feingold, „die Umgebung der Synagoge sollen wir meiden und all unsere Wege machen wir mit äußerster Vorsicht.“

Hanna Feingold, Witwe von Marko Feingold
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Nach dem Tod von Marko Feingold im September 2019 hat seine Witwe Hanna Feingold die Leitung der kleinen Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg übernommen

„Ich hoffe, dass das ein Ende hat“

Sie verlasse das Haus im Moment nicht. „Ich hab den Rat bekommen nicht einkaufen oder spazieren zu gehen. Wir können uns ja zum Glück auch zu Hause beschäftigen“, meint die Präsidentin.

Über die Hintergründe des Terroranschlags, ob es ein antisemitisches Motiv des Täter gegeben hat, wisse sie konkret nichts. „Ich glaube, Sie wissen vermutlich so viel oder wenig wie ich“, sagt Feingold im ORF-Interview. „Die Polizei soll jetzt einfach ihre Arbeit machen und dann wird sich in den kommenden Tagen sicher zeigen, was die Täter vor haben. Ich hoffe jedenfalls, dass das ein Ende hat und keine weiteren Opfer dazu kommen.“