Blick ins leere Stadion in Wals Siezenheim (Kleßheim) – Red Bull Arena
APA/DANIEL KRUG
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Chronik

Zuschauergrenze im Stadion: Kein Verständnis

Auch Fußballmeister Salzburg reagiert mit völligem Unverständnis auf die angekündigten coronavirusbedingten Verschärfungen. Ab Freitag dürfen 1.500 Fans zu den Spielen in die heimischen Fußballstadien. Dieses Limit sorgt in Anbetracht der konzipierten Stadiongröße für 30.000 Zuschauer für Ärger und Kritik.

Die bundesweit verschärften Regeln sehen ab Freitag höchstens 1.500 Zuschauer auf zugewiesenen Sitzplätzen, keine Gastronomie im Stadion und verpflichtendes Tragen von Mund-Nasen-Schutz vor. Bei Red Bull Salzburg sorgten die am Montag präsentierten neuen Regeln für Kopfschütteln. Ursprünglich hatten die Vereine vor Saisonstart mit 10.000 Zuschauern geplant.

Kleßheim: Kritik, weil nur jeder 20. Platz belegt wird

Der Club kritisiert vor allem die Tatsache, dass die Besucherhöchstzahl weiter nicht an die jeweilige Stadionkapazität angepasst wird. So darf das für 30.000 Zuschauer geplante Stadion in Salzburg-Kleßheim nur zu fünf Prozent ausgelastet werden – damit wird jeder 20. Sitzplatz belegt, ärgert sich der FC Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter.

„Wenn ich dieses Rechenbeispiel auf die Gastronomie anwende, dann wären in einem Gastgarten künftig von 100 Plätzen nur mehr fünf belegt. Wie das wirtschaftlich für uns umsetzbar sein soll und ob dadurch auch ein Stadion-Erlebnis gewährleistet werden kann, werden wir in den nächsten Tagen evaluieren.“

Champions League Spiel noch mit 3.000 Fans

Das weitere Vorgehen wollen die Bundesligisten am Mittwoch in einer Klubkonferenz beratschlagen. Mittwochabend startet Salzburg gegen Lok Moskau jedenfalls noch mit 3.000 Zuschauern in die Champions League.