Kleinschule Hochfeld
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Bildung

Kleinschulen: Kritik an Block-Unterricht

Auch in den rund 50 Kleinschulen im Land Salzburg bekommen die Kinder nicht jeden Schultag ihren Unterricht. Auch dort, wo es nur wenige Schüler gibt, sind die Klassen nur an jedem zweiten Tag in Betrieb. Eltern sind verärgert, die Schulbehörden verweisen auf Vorgaben des Bildungsministeriums.

Auch die Kleinschulen mit weniger als vier müssen sich an die streng vorgeschriebene Trennung halten. Sie sei eigentlich davon ausgegangen, dass ab sofort täglich unterrichtet werden darf, sagt die Direktorin der kleinen Volksschule in Hochfeld in Straßwalchen (Flachgau), Karin Dorfinger: „Wir haben es gehofft, aber wir dürfen vom Ministerium aus nicht. Die Kinder dürfen zur Betreuung kommen, aber unterrichten dürfen wir nur alle zwei Tage“.

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Platz gäbe es genug. Dennoch darf der Unterricht nur alle zwei Tage stattfinden

“Prinzip der Ausdünnung“

Die Schuldirektorin berichtet von Eltern, die darüber verärgert waren, dass nicht alle Kinder täglich Unterricht erhalten. Die Volksschule Hochfeld besuchen normalerweise 31 Kinder. Am ersten Unterrichtstag waren alle vollzählig da, am Hausübungstag – ohne Unterricht – dann nur noch sieben. Die Trennung sei vom Minsterium in Wien so vorgegeben worden, sagt der Salzburger Bildungsdirektor Rudolf Mair: „Wir haben weniger Personen an unseren Schulen. Es gilt das Prinzip der Ausdünnung. Es macht einen Unterschied, ob ich eine Vollbesetzung habe, oder eben nicht“.

Platz für die notwendigen Abstandsregeln gebe es in der Volksschule Hochfeld in Straßwalchen jedenfalls genug, sagt Direktorin Karin Dorfinger. Die Trennung der 31 Kinder bleibt aber aufrecht. Unterricht gibt es nur an jedem zweiten Tag.

Kleinschulen kritisieren Trennung

In vielen Kleinschulen gibt es Unverständnis, dass auch sie trotz geringer Schülerzahl nicht normal unterrichten dürfen