Grund dafür seien vor allem die jüngsten Lockerungen, etwa bei Schulen und Gastronomie: Die Auswirkungen auf die Infektionszahlen seien derzeit nicht abschätzbar, sagt der für die Spitäler zuständige Landeshauptmannstellvertreter Christian Stöckl (ÖVP). Mehr als 700 Betten stehen seit Ende März im Messezentrum für Coronavirus-Patienten bereit. Gebraucht worden sind sie bislang nicht.
Ebenso wenig jene Betten, in der Landesklinik in St. Veit (Pongau), im Tauernklinikum in Zell am See (Pinzgau) und im Spital in Schwarzach (Pongau). Im Covid-Haus in den Landeskliniken werden momentan weniger als 20 Coronavirus-Patienten versorgt. Zu Hochzeiten der Infektionswelle waren es laut Land gut 100. Trotzdem will man auf alles vorbereitet bleiben, sagt der für die Spitäler zuständige Landeshauptmannstellvertreter Christian Stöckl (ÖVP).

Bestandsaufnahme Mitte Juni
Zwar ist in der Landesklinik St. Veit die Zahl der Betten von 300 auf 25 reduziert worden, auch in Schwarzach und in Zell am See ist man wieder im Normalbetrieb. Das Behelfsspital im Messezentrum bleibt aber bis mindestens Mitte Juni. Erst dann könne abgeschätzt werden, ob die Lockerung der Maßnahmen zu steigenden Infektionszahlen führen, so Stöckl.
Mietvertrag im Messezentrum bis Ende Juli
Drei externe Ärzte und sechs Pflegekräfte sind für den Betrieb im Messezentrum eingeschult worden – die Pflegekräfte arbeiten derzeit in anderen Bereichen in den Landeskliniken. Sie haben befristete Verträge bis Ende Juni.
Der Mietvertrag für das Behelfsspital im Messezentrum läuft noch bis Ende Juli. 130.000 Euro Miete und Betriebskosten fallen für die Landeskliniken monatlich an. Ein früheres Aussteigen aus dem Vertrag ist aber möglich.