Spar-Supermarkt
ORF.at/Georg Hummer
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Wirtschaft

Extra-Geld für harte Jobs in Supermärkten

Beschäftigte in Supermärkten werden derzeit von Arbeitgebern als „Helden“ gefeiert und mit zusätzlichen Prämien belohnt. Der Salzburger Handelskonzern Spar schüttet gut drei Mio. Euro an die durch die Hamsterkäufe besonders getroffenen Mitarbeiter aus. Auch bei Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) gibt es einen „Danke-Bonus“. Und Hofer zahlt ebenso extra.

Rewe zahlt den Bonus allen 40.000 Beschäftigten in den österreichischen Filialen, Lagern und der Logistik. Er wird der Belegschaft auf ihre Mitarbeiter-Einkaufskarten aufgebucht. Das Unternehmen mache dafür einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag locker, heißt es in einer Stellungnahme: „Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise.“

„Sie leisten wirklich Außergewöhnliches“

Auch beim Diskonter Hofer bekommen die Beschäftigten im Verkauf und in der Logistik einen Bonus, der zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt wird: „Uns ist bewusst, dass unsere Mitarbeiter derzeit wirklich Außergewöhnliches leisten. Eine Mehrarbeit in diesem Ausmaß mit derart großartigem Engagement zu meistern, ist nicht selbstverständlich“, sagt Hofer-Chef Horst Leitner.

Kollektiv: 1.714 Euro brutto für 40 Wochenstunden

Zwei Drittel der Beschäftigten im österreichischen Handel sind Frauen. Das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte liegt derzeit im alten Kollektivvertrag bei 1.675 Euro brutto pro Monat, im neuen KV macht es 1.714 Euro brutto aus. Allerdings arbeitet ein Großteil wegen familiärer Verpflichtungen mit Kindern oder pflegebedürftigen Senioren in Teilzeit.

Tausend Euro extra in Frankreich

Auch in anderen Ländern winken den Beschäftigten Bonuszahlungen. In Frankreich etwa bekommen Supermarkt-Verkäuferinnen eine Prämie von 1.000 Euro. Die französische Regierung hatte Einzelhändler zuvor aufgerufen, solche Prämien in der Corona-Krise auszuzahlen, damit die Grundversorgung gewährleistet bleibt. Die Sonderzahlungen sind dort von Steuern und Abgaben befreit.

Schwere Krise für Nahversorger durch CoV

Metzgereien, Bäckereien und kleine Nahversorger im Salzburger Bergland ringen wegen der CoV-Krise wirtschaftlich ums Überleben. Das betrifft Gemeinden außerhalb der Ballungszentren, wo es kaum Supermärkte gibt. Viele stellen auf Kurzarbeit um, schränken Geschäftszeiten ein, während große Handelsketten von Kunden zum Teil überrannt werden.
Bäckerei Bauer/Mühlbach

Metzgereien, Bäckereien und kleine Nahversorger im Salzburger Bergland ringen wegen der CoV-Krise wirtschaftlich ums Überleben. Das betrifft Gemeinden außerhalb der Ballungszentren, wo es kaum Supermärkte gibt. Viele stellen auf Kurzarbeit um, schränken Geschäftszeiten ein, während große Handelsketten von Kunden zum Teil überrannt werden – mehr dazu in salzburg.ORF.at (20.3.2020)