Regale voll Pakete
ORF
ORF
Chronik

SMS-Betrug durch falsche Paketzusteller

Salzburger Konsumentenschützer warnen vor betrügerischen Firmen, die sich per SMS als Versanddienste ausgeben. Die Absender der Kurznachrichten versuchen damit, ihre Opfer zu teuren und nutzlosen Abos für Musik und Veranstaltungshinweise zu verleiten.

Laut Konsumentenschutz der Arbeiterkammer (AK) gibt es schon hunderte Geschädigte. „Unzustellbares Paket! Ihre Sendung ist im Verteilzentrum angehalten worden“, lautet die Lüge via SMS. Dazu ein Link, der angeblich zum seriösen Versandunternehmen DHL führt.

„Keine Extrazahlungen an Zustelldienste!“

Betrügerische Status-Information
ORF/Screenshot

Auch viele Salzburger erhalten derzeit solche SMS und würden so den Betrügern auf den Leim gehen, schildert AK-Konsumentenschützerin Claudia Bohl: „Wenn man dann auf diese Website kommt, wird man in ein Abo verleitet. Es wird einem vorgegaukelt, man müsse zwei Euro bezahlen, damit die Zustellung tatsächlich erfolgt. Im Kleingedruckten schließt man ein Abo ab, dann werden ungefähr 75 bis 80 Euro über Kreditkarte abgebucht.“

„Firmen helfen Geschädigten rasch“

Auch bei der Salzburger Polizei ist diese neue Betrugsmasche den Experten schon bekannt. Viele Betroffene melden sich auch beim Konsumentenschutz, sagt Bohl: „Ich hatte allein diese Woche bis Mittwoch schon 15 Anfragen. Nach direkten Kontakten und Protest bei diesen Anbietern gibt es sofort Reaktionen. Diese überweisen dann das Geld sofort an die Geschädigten zurück – zumindest bisher.“

Die Konsumentenschützerin rät, SMS-Nachrichten von vermeintlichen bzw. dubiosen Versanddiensten genau zu lesen, keine Zusagen zu machen bzw. keine Abos abzuschließen und sich nicht auf die Zahlung irgendwelcher Forderungen einzulassen.

Links: