Seilbahn auf den Gaisberg
Kairos und Doppelmayr
Kairos und Doppelmayr
Bildung

Schüler entwickeln Gaisbergbahn

Seilbahntechnik- und HTL-Schüler aus Hallein (Tennengau) entwickelten eine Alternative zur geplanten, hunderte Millionen Euro teuren Stadtbahn. Mit ihrer Idee wollen die Schüler die Stadtpolitik überzeugen. Die Seilbahn führt auf den Gaisberg und soll das Stauproblem in Salzburg lösen.

Der von den Schülern entwickelte Gegenvorschlag zur geplanten unterirdischen Stadtbahn könnte die Stauprobleme der Stadt Salzburg lösen und zudem noch Potenzial als Tourismus-Attraktion haben. Dabei spielt auch eine neue Seilbahn auf den Gaisberg eine wichtige Rolle. Denn der Gaisberg könnte bei der Lösung der hiesigen Stauprobleme mithelfen: Die Schüler der Seilbahntechnik-Berufsschule und der HTL Hallein haben dazu eine völlig neue Trasse auf den 1.287 Meter hohen Gipfel erdacht. Von Salzburg-Süd über Elsbethen (Flachgau) und Oberwinkl führt die Bahn hinauf auf den Gipfel.

Gaisbergbahn würde 80 Millionen Euro kosten

5.000 Passagiere könnte diese Panoramabahn pro Stunde befördern, Einheimische und Gäste wären begeistert, sind die Schüler überzeugt. Die neue Gaisbergbahn hätte auch finanzielle Vorteile. Die Seilbahn kostet für die fünfeinhalb Kilometer 80 Millionen. Im Vergleich dazu, ein Kilometer der U-Bahn kostet ungefähr 130 Millionen Euro. Es ist eine Alternative und die Alternative ist nicht nur, dass man von A nach B kommt, sondern auch der Umweltaspekt ist zu beachten", sagt Alois Innerhofer, Seilbahntechnik-Ausbildungsleiter an der Landesberufsschule in Hallein.

Schüler entwickelten 80-Millionen-Seilbahn auf den Gaisberg

Jugendliche der Seilbahntechnikschule und HTL-Hallein (Tennengau) entwickelten eine Alternative zur geplanten, hunderte Millionen Euro teuren Stadtbahn.

HTL-Schüler planten Parkhäuser dazu

Während österreichische Seilbahnen international, etwa in La Paz, Bolivien, tägliches Verkehrsmittel sind, fehlt es in ihrer Heimat, abseits der Skipisten, noch an Mut zur Seilbahn. Die neue Gaisbergseilbahn inspirierte schließlich auch die Schüler der HTL Hallein, sagt HTL-Direktor und Architekt Roland Hermanseder. Sie planten drei dazu passende Parkhäuser für Salzburg-Süd, Nord und Wals-Himmelreich, samt Vorschlägen für ein Verkehrskonzept mit günstigen Bussen im Fünf-Minuten-Takt, sowie ein hölzernes Hotel für die Gaisbergspitze – hier stand bereits ein Holzgebäude, das in den 1930ern abgebrannt ist. Ob die Schüler aus Hallein auch die Politik für die günstige Stauvermeidungskombination aus Seilbahn, Bussen und Parkhäusern begeistern können, muss sich erst zeigen.