Stefan Ilsanker im Dress von RB Leipzig passt mit einem Fußball
APA/AFP/Robert Michael
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Chronik

Causa Ilsanker: Kein Kommentar nach Vergewaltigungsvorwurf

Staatsanwaltschaft, der Verteidiger und der Arbeitgeber des Fußball-Nationalteamspielers Stefan Ilsanker kommentierten die Vergewaltigungsvorwürfe am Donnerstag nicht weiter. Eine 26-jährige Salzburgerin wirft dem Halleiner vor, sie vergewaltigt zu haben. Der 30-Jährige weist das zurück.

Die Frau zeigte den ÖFB-Teamspieler wegen Vergewaltigung an. Die Staatsanwaltschaft in Salzburg bestätigte am Mittwoch ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Für Ilsanker gilt die Unschuldsvermutung.

Opfer: Vorfall bei Feier in einer Wohnung

Das mutmaßliche Opfer gab an, dass sie in der Nacht auf den 4. Jänner bei einer Feier in einer Wohnung in Salzburg-Liefering vom Profifußballer vergewaltigt worden sei. Das berichteten die „Salzburger Nachrichten“ in der Donnerstag-Ausgabe. Laut der Tageszeitung sollen mehrere Personen in der Wohnung gewesen sein, auch reichlich Alkohol sei im Spiel gewesen.

Ilsankers Anwalt wies am Mittwoch Vorwürfe zurück

Der Verteidiger des aktuellen RB-Leipzig- und ehemaligen Red-Bull-Salzburg-Spielers ist Kurt Jelinek. Er sagte gegenüber den „SN“ Mittwochabend noch, dass sein Mandant unschuldig sei. „Mein Mandant weist den schweren Vorwurf entschieden zurück. Zu dem, was sich in der Wohnung zugetragen hat, gibt es erhebliche Widersprüche.“ Am Donnerstag war der Verteidiger dann aber für keine Stellungnahme mehr bereit und verwies auf eine Rechtsanwaltskanzlei in Berlin, die ab sofort für Medienanfragen zuständig sei.

Vergewaltigungsvorwurf gegen Stefan Ilsanker

Gegen Fußball-Nationalteamspieler Stefan Ilsanker läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Vergewaltigungsvorwurf. Eine 26-jährige Salzburgerin wirft dem Halleiner vor, sie vergewaltigt zu haben.

Nur ÖFB spricht in Causa Ilsanker

Einzig der ÖFB, der österreichische Fußballbund, ließ am Donnerstag auf Anfrage wissen, dass Teamspieler Stefan Ilsanker die ÖFB-Verantwortlichen aktiv über die Causa informiert habe und die Vorwürfe gegen ihn dementiere.

Christoph Rother, Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg bestätigte am Donnerstag erneut, dass gegen den Fußballer ein Ermittlungsverfahren läuft. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt steht der Verdacht der Vergewaltigung im Raum.“ Weitere Informationen würden derzeit nicht veröffentlicht, so Rother.

Auch Rechtsanwälte in Berlin halten sich bedeckt

Auch eine Anfrage bei Ilsankers aktuellem Arbeitgeber, dem deutschen Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig, ob der Salzburger nun vom Training freigestellt wird, blieb ohne Ergebnis. In Leipzig hielt man sich bedeckt, auch die Medienabteilung verwies auf die Rechtsanwaltskanzlei in Berlin.

Seinen Trainingsstart in Leipzig versäumte Ilsanker am Montag offiziell wegen eines grippalen Infekts. Zuvor wurde bekannt, dass er RB Leipzig in der Winterpause verlassen will. Als Grund nannte der gebürtige Salzburger die mangelnde Chance auf Einsätze im Team des Tabellenführers der deutschen Bundesliga.