Das „Carpe Diem“ an der Getreidegasse in der Stadt Salzburg
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Getreidegasse: Red-Bull-Restaurant schließt

Das Restaurant „Carpe Diem“ gilt als eines der Flaggschiffe der Red-Bull-Gastronomie in der Salzburger Altstadt. Das Ende für das Lokal in der Getreidegasse, das sich schon länger abzeichnete, ist jetzt besiegelt. Ende Oktober wird zugesperrt.

2005 öffnete das „Carpe Diem“. Kulinarisches Markenzeichen waren die von Starkoch Jörg Wörther erfunden „Cones“ – kleine Tüten, in denen die Speisen gereicht wurden. Damit ist jetzt aber Schluss. Warum genau, ist nicht zu erfahren. Red Bull wollte sich auf ORF-Anfrage über die Hintergründe nicht äußern.

Nachfolger am Standort gleich am Ende der Getreidegasse wird ein auf gehobene österreichische Küche spezialisiertes Restaurant aus Wien sein, das zur Gastrogruppe des steirischen Hoteliers Florian Weitzer gehört. Aufgesperrt werden soll in der Getreidegasse rund um Ostern.

Altstadtverband für „qualitätsvolle Betriebe“

Andreas Gfrerer, Wirt der „Blauen Gans“ gegenüber und Obmann des Altstadtverbands, begrüßte die Änderungen: „Grundsätzlich ist es positiv, wenn qualitätsvolle Betriebe in die Altstadt kommen – Betriebe, die auf keinen Fall darauf abzielen, eine ‚Touristenfalle‘ zu sein, sondern die sich auf Tradition der Stadt, aber auch die kulinarische Tradition Österreichs beziehen. Das ist hiermit der Fall, deswegen begrüßen wir das.“

Die rund 40 Angestellten des „Carpe Diem“ sollen von anderen Standorten der Red-Bull-Gastronomie übernommen werden, heißt es.

Aus für „Carpe Diem“

Das Red-Bull-Restaurant „Carpe Diem“ in der Getreidegasse schließt Ende Oktober. Ein Nachfolgebetrieb steht schon fest.

Traditionstrachtengeschäft bleibt

In der Getreidegasse gab es zuletzt aber noch um das Traditionstrachtengeschäft Stassny Schließungsgerüchte. Diese Gerüchte stimmen aber nicht, sagte Geschäftsführerin Berta Rainer: „Wir freuen uns, dass es genauso weitergeht. Wir bleiben Trachten Stassny – dieselbe Besetzung, nur unsere Seniorchefs gehen in den Ruhestand.“ Das Trachtengeschäft wurde von seinem Hausherrn übernommen: von Hotelbesitzer Hans-Peter Wild.