Tabletten und Alkohol
pixabay/moritz320
pixabay/moritz320
Gesundheit

Alkohol bleibt Suchtmittel Nummer eins

Zwar geht der tägliche Alkohol-Konsum pro Kopf in Salzburg seit gut vier Jahrzehnten zurück, bei der Behandlung von Suchtkranken im Bundesland spielt Alkohol aber weiterhin die größte Rolle. Das zeigt jetzt der aktuelle Suchtbericht des Landes. In den Gebirgsgauen ist Marihuana in der Suchtarbeit ein immer größeres Thema.

Rund 1.000 Salzburger suchten im Vorjahr bei der Alkoholberatung des Landes Hilfe, 550 waren in der Drogenberatung. Die meisten Süchtigen suchen aus eigenem Antrieb oder auf Wunsch von Familienmitgliedern professionelle Hilfe. Nur ein Drittel wird auf Grund des Suchtmittelgesetzes überstellt.

Eine Halbe Bier oder ein Vierterl Wein pro Kopf und Tag

Seit den 1970er Jahren ist der Alkoholkonsum der Salzburger zwar auf einen halben Liter Bier oder ein Viertel Wein pro Tag gesunken und zwölf Prozent aller Jugendlichen verzichten überhaupt auf Alkohol. Andererseits waren im vergangenen Jahr etwa 680 Alkoholsüchtige zur Behandlung in den Salzburger Spitälern. Davon waren zwei Drittel Männer, mehr als die Hälfte war zwischen 40 und 59 Jahre alt.

Marihuana stellt innergebirg größtes Suchtpotenzial dar

Sorge bereitet den Suchtgiftexperten des Landes allerdings, dass zunehmend junge Männer zwischen 20 und 24 Jahre, vor allem aus den Gebirgsgauen, zu Cannabis greifen. Insgesamt waren in Salzburg im Vorjahr knapp 620 Drogenabhängige in Behandlung. Neben Cannabis, sind dabei vor allem Heroin, Kokain und Stimulantien wie etwa Amphetamine problematisch. In der Spielsuchtberatung des Landes suchten im Vorjahr 31 Männer und drei Frauen Hilfe gesucht.