Pflegerin mit Mann im Rollstuhl
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Politik

Fehlende Pflegekräfte: Streit um Zahlen

Zwischen Arbeiterkammer und Landeshauptmann-Stellvertreter und Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) gibt es einen Konflikt um die Zahl der benötigten Pflegekräfte. Während Stöckl von rund 900 fehlenden Pflegekräften bis 2024 spricht, befürchtet der AK-Präsident, dass mehr als drei mal so viele fehlen.

Dass der Bedarf an ausgebildeten Pflegekräften künftig größer sein werde als das Angebot, das stellte keiner der Beiden in Abrede. Es spießte sich aber an der tatsächlichen Tragweite des Pflegeproblems. Salzburgs Arbeiterkammerpräsident Peter Eder bezog sich bei seinen Zahlen auf die Ergebnisse des Endberichts der Plattform Pflege und auf die Ergebnisse der Schätzungen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsförderung. So kam Eder auf 3.000 fehlende Pflegekräfte bis zum Jahr 2024.

Stöckl wies auf Pflegepersonal in Ausbildung hin

Der für Gesundheit zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) sprach wörtlich von einer „aus der Luft gegriffen Zahl, die nur einer schnellen Schlagzeile diene“. Er wies daraufhin, dass bis 2024 mehr als 2.100 Personen ihre Pflegeausbildung beenden. Diese müssten von den 3.000 fehlenden, die im Endbericht der Pflegeplattform angegeben werden, abgezogen werden, so Stöckl. Sowohl Eder als auch Stöckl forderten voneinander mehr Sachlichkeit in der Diskussion, um den Pflegemangel in den Griff zu bekommen.