Ein Bettler in der Salzburger Innenstadt
APA/BARBARA GINDL
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Politik

Debatte: Mehr Notschlafstellen für Bettler?

Es müsse mehr legale Übernachtungsmöglichkeiten für Bettler geben, fordert Salzburgs Plattform für Menschenrechte. Die Stadt ließ 2018 einige bestrafen, weil sie mehrfach und illegal im Volksgarten campiert hatten. Der Bürgermeister lehnt zusätzliche Quartiere strikt ab.

Das Landesverwaltungsgericht hat die Strafe gegen illegal campierende Bettler auf 880 Euro halbiert.

Mehr Schlafplätze gefordert

Bei der Plattform für Menschenrechte ist man der Ansicht, Strafen seien generell der falsche Weg. Nach ihrer Auskunft halten sich in Salzburg zwischen 200 und 300 Bettler auf – je nach Jahreszeit. Die meisten kämen aus Rumänien.

Im Haus Franziskus der Caritas stehen zwischen 50 und 80 Schlafplätze für sie zur Verfügung, dazu kommen private Unterkünfte. Im vergangenen Jahr hatten auch immer wieder Bettler im Volksgarten übernachtet.

„Nicht weitere Bettler anlocken“

Nach Beschwerden von Anrainern setzte es Strafen. Laut Plattform für Menschenrechte sollten dringend hundert zusätzliche Notschlafplätze eingerichtet werden. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) erteilt diesem Vorschlag eine deutliche Absage. Man wolle nicht weitere Armutsmigranten durch einen Ausbau nach Salzburg locken.