Pferde auf Koppel vor Untersberg
ORF.at/Georg Hummer
ORF.at/Georg Hummer
Urlaub mit Radio Salzburg

Mit der Seilbahn auf den Untersberg

Sagenumwoben, gefürchtet, unterschätzt: Zahlreiche Legenden ranken sich um den magischen Untersberg. Gemeinsam mit Urlaubsreporter Sebastian Kardeis geht es mit der Bahn hinauf auf 1.776 Meter.

Auf den Berg gelangt man zu Fuß über beschilderte Wanderwege, oder – wie Radio-Salzburg-Urlaubsreporter Sebastian Kardeis – in zehn Minuten mit der Untersbergbahn. Diese Drahtseilbahn wurde 1961 erstmals in Betrieb genommen und bringt Passagiere von der Talstation in St. Leonhard bei Grödig (Flachgau) zur Bergstation auf 1.776 Meter. 1.320 Höhenmeter werden hier überwunden.

Untersbergbahn
Untersbergbahn

Für diese Aussicht hat es sich auf alle Fälle gelohnt: Der Blick wandert über die Stadt Salzburg bis ins Berchtesgadener Land (Bayern). Bei guter Fernsicht kann man auch die Seen im Salzkammergut sowie den Chiemsee entdecken.

Sendungshinweis

„Ihr Vormittag“, 2.8.2022

Als beliebtes Naherholungsgebiet bietet der Untersberg viele Möglichkeiten für Wanderer und Kletterer. Ausgeschilderte Routen führen unter anderem zum Salzburger Hochthron, dem Berchtesgadener Hochthron oder zur Schellenberger Eishöhle. Auf dem Weg zum Salzburger Hochthron gibt es seit Kurzem auch einen Lehrpfad: In 13 Stationen erfahren die Besucher mehr über die Flora und Fauna am Untersberg, die Höhlen, die Sagenwelt und die Technik der Bahn.

Ein Berg, viele Sagen und Marmor

Die vielen, nicht begehbaren Höhlen sind eine Besonderheit des Untersbergs und Ausgangspunkt für zahlreiche Sagen und Mythen, die sich um den Untersberg ranken. Kaiser Karl der Große, so heißt es, soll hier tief im Berg verborgen schlafen. Alle hundert Jahre wacht er auf, fragt nach und wenn die Raben noch um den Berg fliegen, schläft er für ein weiteres Jahrhundert. Bekannt ist auch der Untersberger Marmor, dessen Entstehung und industrielle Nutzung im Untersbergmuseum in Fürstenbrunn zu sehen ist. Viele Prachtbauten der Salzburger Altstadt, wie zum Beispiel der Dom, wurden mit dem kostbaren Marmor veredelt.