Hochmoor, Filzwiese, Filzmoos
ORF / Conny Deutsch
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Da bin i dahoam

Die Filzwiese – ein Hochmoor in Filzmoos

Die Pongauer Gemeinde Filzmoos ist bekannt für das Filzmooser Kindl in der Pfarrkirche, für die Kraftplätze und auch für die vielen verschiedenen Blicke auf die Bischofsmütze. Weniger bekannt ist die Moorlandschaft mit ihrer Filzwiese.

Für unseren Sonntagsspaziergang „Da bin i dahoam“ nimmt uns Conny Deutsch mit auf die Filzwiese. Schon der Name Filzmoos deutet ja darauf hin, dass diese Gegend ursprünglich moosig war. Die Gemeinde führt heute noch im Wappen drei Mooskolben.

Der Filzmooser Altbürgermeister und Bezirksjägermeister Hans Sulzberger und Revierförster Christian Maier von den Österreichischen Bundesforsten begleiten Conny Deutsch auf ihrer Wanderung. Der Spaziergang startet im Ort Filzmoos, es geht die alte Hachauer Straße hinauf bis zur Jausenstation Schnitzberg, dort wird das Auto geparkt und es geht zu Fuß weiter – eine halbe Stunde später erreicht man die Filzwiese. Man findet überall Moortümpel und Feuchtwiesen, außerdem viele seltene Pflanzen. Holzplanken verhindern, dass der Wanderer nasse Füße bekommt.

Balzgebiet für Auerhahn und Birkhahn

Das Gebiet ist bekannt für die Raufußhühner – für den Auerhahn und den Birkhahn. Die Vögel ernähren sich von der Heidelbeere und die wächst dort oben zuhauf. Die jungen Küken brauchen viel Eiweiß, sie leben von Insekten, die aus den feuchten Wiesen steigen. Erst später werden die Vögel dann vegetarisch. Die Raufußhühner sind Standvögel, das heißt sie leben Sommer wie Winter bei uns in Salzburg, sind also keine Zugvögel. An den Füßen oder „Ständern“, wie man in der Jägersprache sagt, haben sie Federn. Christian Maier vergleicht sie mit Schneeschuhen.

Sendungshinweis

„Da bin i dahoam“, 13.10.2019, 6.00 bis 8.00 Uhr

Die Vögel bevorzugen alte Bäume, auf denen sie übernachten. Die Jäger nennen sie auch Schlafbäume. Der Vogel „fällt“ am Abend ein, beim sogenannten „Einschwung“ und beginnt die Balz, das Werben um das Weibchen. Das Balzgehabe schaut aus wie ein Tanz. Zur Balzzeit im Mai geht es da richtig rund im Wald.

Fotostrecke mit 8 Bildern

Hans Sulzberger im Hochmoor
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Bezirksjägermeister Hans Sulzberger im Hochmoor
Hinweisschilder Filzwiese, Filzmoos
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Die Filzwiese ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen
Filzwiese, Filzmoos
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Herbstlich verfärbt ist das Hochmoor
Heidelbeeren im Hochmoor, Filzmoos
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Die letzten Heidelbeeren
Hans Sulzberger, Bezirksjägermeister; Christian Mayer, Revierförster
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Revierförster Christian Maier und Bezirksjägermeister Hans Sulzberger in der Filzwiese
Holzbalken durchs Hochmoor, Filzmoos
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Holzplanken verhindern, dass die Wanderer nasse Füße bekommen
Jagdhütte mit Blick auf die Bischofsmütze, Filzmoos
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Die Bischofsmütze
Hochmoor, Filzwiese, Filzmoos
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Die Filzwiese im Herbst

Hervorragende Heidelbeer-Ernte

Heuer haben die Raufußhühner besonderes Glück gehabt: die Schwarzbeeren-Ernte ist sehr gut ausgefallen. Hans Sulzberger kann sich nicht erinnern, dass es in Filzmoos schon einmal so ein gutes Schwarzbeeren-Jahr gegeben hat.

Die Filzwiese ist umgeben von einem herrlichen Berg-Panorama: das Dachsteinmassiv, der Hochkönig, die Bischofsmütze – all diese Gipfel sind ständig im Blick.