Bruck: Ex-Bürgermeister tritt aus SPÖ aus

Nach seiner Abwahl als Bürgermeister in Bruck an der Glocknerstraße (Pinzgau) ist Herbert Burgschwaiger aus der SPÖ ausgetreten. Zuvor gab es einen Konflikt in der Partei über das weitere Vorgehen nach der Wahl.

Ex-Bürgermeister Herbert Burgschwaiger wollte nach seiner Abwahl Vizebürgermeister in Bruck werden. Nach dem Ergebnis der Bürgermeisterwahlen eskalierte der Machtkampf zwischen dem früheren Ortschef und den Sozialdemokraten. Nachdem die Partei den Bürgermeistersessel in Bruck verloren hatte, wollte die SPÖ eine Mitgliederversammlung abhalten und die weiteren Schritte festlegen.

Bezirkspartei wollte, dass Burgschwaiger austritt

Bei dieser Mitgliederversammlung hätte Burgschwaiger aber gefehlt und er soll sich anschließend in Eigenregie unter den sieben SPÖ-Gemeindevertreterin eine Mehrheit gesichert haben, sagen seine Kritiker. Vier dieser Mandatare hätten Burgschwaiger zum Vizebürgermeister gemacht, ohne eine Diskussion in den Gremien. „Er hat mehrere Verstöße gegen die Partei begangen, das ist aus unserer Sicht nicht zu entschuldigen. Wir hätten die Konsequenzen daraus gezogen und ein Parteiausschlussverfahren angestrengt. Herbert Burgschwaiger hat dann vor einer weiteren Mitgliederversammlung den Austritt aus der Partei schriftlich mitgeteilt“, sagte der SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Pinzgauer Bezirksparteichef Walter Bacher:

Ex-Bürgermeister will Konflikt nicht kommentieren

Vizebürgermeister Herbert Burgschwaiger selbst wollte auf ORF-Anfrage keinen Kommentar abgeben. Bei der Gemeindevertretungswahl in Bruck sind mehr als 330 ungültige Stimmen abgegeben worden. Das entspricht drei Mandaten in der Gemeindevertretung. Mit seinem plötzlichen Parteiaustritt kam Burgschwaiger einem Ausschluss aus der Partei zuvor.