Lawinen: Weiter Sperren in Muhr und Hallein

Zum dritten Mal seit Jahresbeginn sind im Ortsteil Jedl von Muhr (Lungau) 25 Häuser von der Außenwelt abgeschnitten. Auf dem Zinken bei Hallein (Tennengau) bleiben zwei Skilifte nach dem Lawinenabgang die ganze Woche gesperrt.

Nach dem Lawinenabgang beim Zinkenlift auf dem Halleiner Dürrnberg am Sonntag gegen 04.00 Uhr Früh war am Montag Tag der Schadensbegutachtung. Verletzt wurde niemand durch die Lawine, allerdings wurde eine Liftstütze schwer beschädigt. Der Sessellift und der obere Schlepplift bleiben auf dem Zinken die ganze Woche geschlossen. Sprengbar war dieser Teil der Lawine laut den Experten im Vorfeld nicht, aus diesem Grund war der betroffene Hang gesperrt, heißt es von der Gemeinde.

Bildergalerie vom Halleiner Zinken:

Lawine kann mögliches Saisonende bedeuten

Die zehnte Stütze, kurz vor der Bergstation, wurde von der Lawine getroffen. Die Wucht der Schneemassen versetzte das Fundament der Stütze. Für die aus drei Liften bestehende Bahngesellschaft könnte das ein unfreiwilliges, vorzeitiges Saisonende bedeuten. Entscheiden werden das Experten des Liftherstellers. Bis es soweit ist bleiben die oberen beiden Lifte außer Betrieb.

Zinkenlifte bleiben zu
Am Dürrnberg bleiben zwei Lifte nach dem Lawinenabgang die ganze Woche gesperrt. Ein mögliches Saisonende kann noch nicht ausgeschlossen werden.

Betrieben wird der Lift von der Gemeinde Hallein. Bereits vor einem Monat wurde ein Sprengmeister beauftragt den Hang zu sichern. Gesprengt wird aber nur auf der anderen Seite des Hangs, wo sich bereits eine Lawine gelöst hat. „Eine Lawinensprengung wäre nicht möglich gewesen. Beim oberen Teil der abgegangenen Lawine haben wir eine Teilsprengung versucht, aber es war auch dort nicht möglich die Lawine auszulösen“, sagte Sprengmeister Philipp Knab.

Muhr: Straße bleibt zumindest bis Dienstag gesperrt

Im Lungau bleibt die Straße nach Hintermuhr und Jedl nach der Gleitschneelawine noch bis mindestens Dienstag gesperrt. Grund für die Straßensperre ist die lokal extrem hohe Lawinengefahr. In der Lungauer Gemeinde Muhr sind damit nach wie vor zwei Ortsteile nicht erreichbar. Rund 25 Häuser sind davon betroffen. Zu hoch ist die Lawinengefahr um die Straße räumen oder gar freigeben zu können.

Dienstagfrüh wird die Lage neu bewertet werden. Die betroffenen Bewohner dürften jedenfalls wohlauf sein. „Die Leute sind mit Lebensmitteln versorgt. Betroffen sind Bauern und Haushalte, die diese Situation kennen und damit umgehen können. Die Leute wissen, dass es in den Wintermonaten immer wieder Tage gibt, wo die Versorgung mit frischen Lebensmitteln nicht möglich ist“, sagte Sepp Kandler, Bürgermeister der Gemeinde Muhr im Lungau (SPÖ).

Muhr: Ortsteile weiter nicht erreichbar
Im Lungau bleibt die Straße nach Hintermuhr und Jedl nach der Gleitschneelawine noch bis mindestens Dienstag gesperrt.

Weitere Anrisse über Straße in Muhr

In den Hängen über der Straße würden sich immer noch Gleitschneelawinen befinden, das habe ein Erkundungsflug am Sonntag gezeigt. Für die Bewohner sieht Kandler allerdings keine akuten Probleme. „Abgesehen davon, dass sie das Tal nicht verlassen können, sollten es keine Probleme mit der Versorgung geben.“ Im Falle medizinischer Notfälle könne ein Hubschrauber angefordert werden.

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