Neues Sozialprogramm für Bahnhofsviertel

Nach der Verhängung des Alkoholverbots für den Vorplatz beim Salzburger Hauptbahnhof im April hat der städtische Sozialausschuss nun ein Sozialprogramm für das ganze Stadtviertel beschlossen.

Es war eines der umstrittensten Vorhaben der vergangenen Jahre in der Landeshauptstadt: Das Alkoholverbot beim Salzburger Hauptbahnhof. Fast zwei Jahre lang ist darüber diskutiert worden, erst heuer hat der Salzburger Gemeinderat das Verbot dann beschlossen.

Jetzt ist die Geschichte um ein Kapitel reicher: Der städtische Sozialausschuss hat am Donnerstag noch ein umfassendes Sozialpaket für das Viertel nachgelegt.

300 Euro Strafe für öffentlichen Alkoholkonsum

Das Alkoholverbot sieht Strafen bis zu 300 Euro für öffentlichen Alkoholkonsum vor - selbst, wer das Getränk nur in der Hand hält, riskiert, bestraft zu werden. Seit April 2018 gilt das Alkoholverbot. Nach anfänglich großer Aufregung ist es mittlerweile kaum mehr umstritten.

Besucher am Salzburger Bahnhofsvorplatz mit Bierdose (Alkohol)

ORF

Alkoholkonsum am Bahnhofsvorplatz wird mit bis zu 300 Euro Strafe geahndet

Die Stadt-Grünen sprechen nach wie vor von einer „Law-and-Order-Aktion“. Sie haben gemeinsam mit NEOS versucht, das Alkoholverbot vor dem Bahnhof zu verhindern. Ohne soziale Begleitmaßnahmen bringe das Verbot nichts, argumentieren die Grünen.

Tageszentrum für Süchtige und Obdachlose

Genau diese sozialen Begleitmaßnahmen sind jetzt - allerdings mit einem halben Jahr Verspätung - beschlossen worden. Hauptpunkt wird unter anderem ein soziales Tageszentrum in Bahnhofsnähe für Alkoholiker, Obdachlose und Drogenabhängige sein, betrieben von der Caritas. Die Stadt Salzburg wird dazu 150 000 Euro beisteuern. Zusätzlich soll der gesamte Platz in den Jahren 2019 und 2020 neu gestaltet werden.

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Sozialpaket zu Alk-Verbot am Hauptbahnhof

Nach der Verhängung des Alkoholverbots für den Bahnhofsvorplatz beim Salzburger Hauptbanhof im April hat der städtische Sozialausschuss jetzt ein Sozialpaket für das Viertel beschlossen.

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