Landesspital: Neue Ambulanz entlastet Notaufnahme

Die neue „Allgemein-Medizin-Ambulanz“ (AMA) soll in Zukunft die Notaufnahme im Salzburger Landesspital entlasten. Diese ist oft überfüllt. An Spitzentagen müssen bis zu 160 Patienten behandelt werden.

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ORF

Rasche Hilfe bei echten Notfällen hat Vorrang

Wer als Patient kein Notfall ist, wird künftig im Spital an die AMA verwiesen - eine Art Hausarzt-Ambulanz.

Nach einer spitalsinternen Auswertung sind zwei Drittel der 35.000 Patienten, die bisher jährlich in der Notaufnahme behandelt werden müssen, keine Akutfälle. Sie gehören aus ärztlicher Sicht in die Dringlichkeitsstufen eins und zwei und wären damit eigentliche Fälle für Hausärzte. Viele Patienten würden allerdings mittlerweile Hausärzte meiden, zum Teil wegen sehr langer Wartezeiten und Überlastung von Ordinationen, wie erzählt wird.

Neues Filtersystem für Dringlichkeit

Im Spital werden die Patienten nun bei der Ersteinschätzung ihrer Beschwerden nach einem bestimmten System gefiltert. Dabei wird entschieden, wer wo behandelt wird, sagt Uta Hoppe, die Leiterin der Notaufnahme. Damit kann echten Akutfällen in der damit entlasteten Notaufnahme effizienter geholfen werden.

Die neue Allgemein-Medizin-Ambulanz sei nicht als Ergänzung zu den Hausärzten zu sehen, betont man im Landesspital. Sie soll lediglich die Notfallambulanz entlasten.