Hochleistungsbahn: Hallwanger zuversichtlich

Auch in Hallwang (Flachgau) wurden den Einwohnern Mittwochabend die Pläne für die neue Hochleistungsstrecke präsentiert. 16 Kilometer der neuen Bahnstrecke zwischen Köstendorf und Salzburg-Kasern sollen untertunnelt werden.

Das Interesse bei der Projektpräsentation der ÖBB war groß. Besorgte Grundbesitzer und Anrainer erkundigten sich zu den Lärmbelastungen durch die Baustelle und über Einschränkungen für ihre Grundstücke. Baubeginn für das 2,3-Milliarden-Projekt ist frühestens im Jahr 2026.

Schon am Montag wurde den Bewohnern in Köstendorf (Flachgau) das Bahnprojekt präsentiert. Problematisch in der rund 2.600-Einwohner-Gemeinde ist ein fünf Kilometer langes Förderband, das den Tunnelaushub bei Köstendorf entlang einer Wohnsiedlung bis ins oberösterreichische Lochen transportieren soll.

Hallwanger: Andere Belastung als in Köstendorf

In Hallwang aber blickt man dem Hochleistungsbahn-Projekt grundsätzlich zuversichtlich entgegen. „Ich finde, es ist ein gutes Projekt. Gerade bei uns in Hallwang brauchen wir in Sachen Nahverkehr dringen eine Unterstützung, dass wir zu kürzeren Taktzeiten im öffentlichen Verkehr kommen und in Hallwang kommen wir mit der Großbaustelle, glaube ich, relativ glimpflich davon“, sagte ein Bürger.

Ich kann die Aufregung in Köstendorf verstehen uns betrifft es in Hallwang insofern nicht so stark wie die Köstendorfer. Wenn man sieht, welche Dimensionen das Bahnprojekt hat, da denkt man schon, dass die Baustelle schlimm wird", sagte eine Hallwangerin.

Bürgermeister sehr zufrieden

Auch der Hallwanger Bürgermeiste Johannes Ebner (ÖVP) betonte, dass in Hallwang die Voraussetzungen anders als in Köstendorf seinen. „Das Projekt ist abgeändert worden. Die Querung der Fischach soll nun überbaut werden. Das ist sehr sehr positiv, vor allem, was den Lärm betrifft. Und bei uns gibt es nur einen kurzen Tunnel, wo das Material auch gelagert werden kann. Die Kapazitäten sind dafür da. Bei uns ist kein Förderband wie in Köstendorf nötig.“

Köstendorf: Transportalternativen Tunnelaushub

In Köstendorf fürchten Anrainer eine große Lärmbelastung und Landwirte sind um ihre Grundstücke besorgt. Aber auch sie betonten diese Woche nach der Präsentation, nicht gegen das Bahnprojekt zu sein. Um die Baustelle erträglicher zu machen, forderten sie andere Transportmöglichkeiten für den Tunnelaushub, etwa eine Schienenlösung und formierten eine Bürgerinitiative.

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