Kaprun baut längste Seilbahn der Ostalpen

Die Arbeit an Österreichs derzeit größtem Seilbahnprojekt geht in Kaprun (Pinzgau) gut voran. Um mehr als 81 Millionen Euro entsteht mit der Verbindung des Orts über den Maiskogel bis zum Kitzsteinhorn die längste Seilbahn der Ostalpen.

Seit April wird an den beiden neuen Seilbahnen gebaut. In gut drei Monaten soll der erste Abschnitt bis zur Mittelstation - eine Zehner-Gondelbahn auf den Maiskogel - fertiggestellt sein. Man komme sehr gut voran, sagt der Direktor der Gletscherbahnen AG, Norbert Karlsböck: „Mitte Dezember ist die Eröffnung der Maiskogelbahn. Die zweite große Bahn zur Skigebietsverbindung wird dann im nächsten Winter fertiggestellt und es ist natürlich jetzt die Herausforderung in den verbleibenden drei Monaten die Bahn auch fertigzustellen, aber wir sind gut im Zeitplan und guter Dinge, dass wir das auch schaffen“, sagt Karlsböck.

Seilbahnbaustelle Kaprun

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Techniker beim Seilspleißen

120 Arbeiter bis Dezember im Einsatz

Die Bergstation der neuen Kaprun-Kitzsteinhorn-Verbindung, künftig „K-onnection“ genannt, befindet sich auf dem Langwiedboden, von dort gelangt man mit bestehenden Bahnen bis zur Gipfelstation auf über 3.000 Metern Seehöhe. 120 Arbeiter sind täglich im Einsatz. Auf einer Gesamtlänge von zwölf Kilometern entsteht somit im Pinzgau die längste durchgehende Seilbahnstrecke der Ostalpen, sagt Karlsböck.

Seilbahnbaustelle Kaprun

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Die Seilbahnbaustelle von oben

Von Kaprun aufs Kitzsteinhorn in rund 45 Minuten

Derzeit sind Techniker damit beschäftigt, die Enden des 40 Tonnen schweren Tragseils der neuen Maiskogelbahn miteinander zu verbinden. Beim Spleißen der Seilenden werden die einzelnen Seilstränge händisch ineinander verwoben. Bei den derzeit hohen Temperaturen ist das besonders schwierig und funktioniert nur wenn alle gut zusammenhelfen, schildert Seilspleißer Wolfgang Pigall.

Megaseilbahnbaustelle in Kaprun

Auf der Seilbahnbaustelle in Kaprun wurden jetzt die Seilenden für die längste Seilbahn der Ostalpen miteinander verbunden.

Verkehrsentlastung auf dem Weg zum Gletscher

Die zweite Bahn vom Maiskogel in Richtung Kitzsteinhorn soll mit nur fünf Stützen auskommen. Die Bergstation befindet sich auf dem Langwiedboden. Die höchste Stütze ist 90 Meter hoch, der längste Abstand zwischen zwei Stützen beträgt 2,2 Kilometer. „Erst durch die neue Technik der Dreiseilumlaufbahnen war diese Verbindung möglich. Es gibt jetzt die Möglichkeit für Gäste und Bewohner des Ortes direkt zu Fuß oder mit dem Dorfbus zur Talstation zu kommen. Das heißt wir erwarten uns auch eine Verkehrsentlastung im Ortsgebiet“, sagt Karlsböck.

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