FPS: „Zu wenig Geld für einheimische Jugend“

Akzente, der Jugendverein des Landes Salzburg, verwende immer mehr Geld für die Integration von Asylwerbern, Migranten und Flüchtlingen - und zu wenig für die einheimische Jugend, kritisiert die Freie Partei Salzburg (FPS).

Im kommenden Jahr erhält der Jugendverein Akzente 1,3 Millionen Euro als Basisbetrag. Dazu kommen noch 280.000 Euro aus dem Integrations- und aus dem Bildungsressort, also insgesamt knapp 1,6 Millionen.

„Komplett der Migration verschrieben“

Die Jugendarbeit rücke immer mehr in den Hintergrund, kritisiert Markus Steiner, Pinzgauer Landtagsabgeordneter der Freien Partei Salzburg: „Es sieht derzeit so aus, als hätte sich der Verein komplett dem Thema Integration, Migration und Flüchtlinge verschrieben. Es müssen aber wieder Projekte für Kinder und Jugendliche gefördert werden, die es in unserem Land tatsächlich brauchen.“

Landesrätin weist Kritik zurück

Akzente biete Veranstaltungen zu politischer Bildung, Kultur, Sport oder Suchtprävention an. Es würden alle angesprochen, sagt dazu die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne): „Natürlich sind da auch Jugendliche mit Migrationshintergrund dabei. Unser Auftrag ist, ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen. Da braucht es natürlich auch ein genaues Hinschauen auf diese neuen Zielgruppen.“

Den Vorwurf der FPS, dass viel Fördergeld nicht für ursprünglich vorgesehene Jugendprojekte verwendet werde, weist Berthold zurück. Akzente-Geschäftsführer Wolfgang Schick sagt dazu, Integrationsarbeit sei Teil der Jugendarbeit.

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