Neue Rektorin für Fachhochschule Salzburg

An der Fachhochschule Salzburg in Puch-Urstein (Tennengau) hat am Dienstag die Wirtschaftsinformatikerin Kerstin Fink das Rektorsamt von Erhard Busek übernommen. Sie will neue Studiengänge - etwa zu erneuerbarer Energie - einführen.

Vor knapp 20 Jahren wurden die Fachhochschulen (FHs) in Österreich eingeführt. Erhard Busek war der Architekt des Fachhochschul-Wesens und wurde der erste Rektor und damit das Gesicht der Fachhochschule Salzburg, die es in der jetzigen Form seit sechs Jahren gibt.

Busek: FHs Universitäten „meilenweit voraus“

Die Fachhochschule seien die modernste Lösung im österreichischen Hochschulbereich, ist Busek nach wie vor überzeugt. Ein Vorteil sei, dass die FHs pro Studienplatz einen Fixbetrag bekommen - und nicht eine Gesamtsumme wie die Universitäten.

Erhard Busek

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Erhard Busek, Ex-Rektor der FH Salzburg

„Mit der Frage der Kostenberechnung der Studienplätze und der Studienplatzfinanzierung sind wir den Universitäten meilenweit voraus“, sagte Busek, „Mir geht’s nicht darum, den Universitäten zu erklären, wie schlecht sie sind - sie haben eine andere Geschichte. Da hinzukommen, ist letztendlich sehr mühsam. Und die Frage, dass wir auch den Bedarf pro Studienrichtung festzustellen haben, ist eine ganz gute Entwicklung. Warum? Wenn jemand hier ein Studium mit diesem Platz bestreitet - das sage ich jetzt etwas zu direkt -, hat er quasi eine Garantie auf einen Arbeitsplatz.“

Mehr internationale Kooperationen das Ziel

Trotz der Erfolge der Fachhochschulen müsse sich einiges ändern. Darin waren sich Busek und seine Nachfolgerin, die 42-jährige gebürtige Münchenerin, Kerstin Fink einig.

So müssten in Salzburg zur Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen mehr internationale Kooperationen kommen - ob bei Praktika oder bei den Lehrbeauftragten. Auch das Studienangebot soll ausgebaut werden - zum Beispiel in der Wirtschaft und im Umweltbereich.

Kerstin Fink, Rektorin der Fachhochschule Salzburg

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Kerstin Fink, neue Rektorin der Fachhochschule Salzburg

Den Ausbau des Studienangebots sieht Fink als ihre Aufgabe: „Es wäre verfrüht zu sagen, dass werden in den nächsten ein, zwei Jahren die und die Anträge sein. Aber es geht natürlich in die Richtung erneuerbarer Energien. Es kann in die Richtung gehen auch im Bereich der Wirtschaftsstudiengänge, die sich mit der Frage beschäftigen, wie wir den Menschen wieder in das Zentrum des wirtschaftlichen Handelns stellen können.“

Fachhochschule will größer werden

Derzeit studieren an der Fachhochschule Salzburg 2.300 Studenten. In Zukunft sollten es mindestens doppelt so viele sein. Diesen Vorschlag von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, den Anteil der FH-Studenten von derzeit zehn auf 40 Prozent aller Studierender aufzustocken, begrüßen sowohl Fink als auch Busek.

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