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FR | 19.03.2010
Besprechung im Büro (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Mehr Arbeitslose wollen selbstständig werden
Immer mehr Arbeitslose suchen ihr Glück in der Selbstständigkeit. Die Berater des Arbeitsmarktservice (AMS) müssen jedoch häufig von dieser Selbständigkeit abraten.
Deutlich mehr Beratungen
Selbstständigkeit oft letzter Ausweg
Leicht können die Jungunternehmer nämlich ein Fall für die Schuldnerberatung werden. Beim Gründerservice der Salzburger Wirtschaftskammer steigt die Zahl der Beratungen rasant an - innerhalb eines Jahres um immerhin rund ein Drittel.

Immer mehr in Not geratene, Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte sehen nämlich in der Selbstständigkeit den letzten Ausweg aus der Krise.
1.500 Gründungsberatungen im Jahr 2009
Rund 1.500 Salzburgerinnen und Salzburger haben im Jahr 2009 bei der Gründungsberatung der Wirtschaftskammer Rat gesucht - gegenüber 2008 ist das eine Steigerung von rund einem Drittel.

So wollten sich mehr Handwerker wie zum Beispiel Fliesenleger oder persönliche Dienstleister wie etwa Masseure selbstständig machen.
"Große Herausforderung für die Berater"
Doch für immer mehr sei das eine Notlösung, beobachtet Peter Kober vom Gründerservice der Wirtschaftskammer. Selbstständig oder arbeitslos, laute ihre Devise, sagt Kober:

"Da waren viele Menschen dabei, die versucht haben, aus der Arbeitslosigkeit heraus ihr Glück in der Selbstständigkeit zu finden.

Für uns Berater ist das eine enorme Herausforderung. Denn wenn solche Menschen nach ihrer Arbeitslosigkeit auch noch mit einer gescheiterten Unternehmensgründung da stehen, dann ist das natürlich doppelt problematisch."
"Mogelpackung" Subunternehmerschaft
Speditionen bieten Sub-Unternehmerschaft an
Immer öfter müsse er deshalb von einer Unternehmensgründung abraten. Denn die Firmengründung als Notlösung ende nur allzuoft bei der Schuldnerberatung, ergänzt Kober. Das bestätigt auch deren Chef Peter Niederreiter:

"Das sind zumeist Leute, die aus einer Notlage heraus quasi selbstständig 'gemacht' werden. Da gibt es zum Beispiel Speditionen, die sagen: 'Wir stellen Dir einen Kleintransporter zur Verfügung. Anstellen können wir dich nicht, aber wenn Du dich selbstständig machst, bekommst Du von uns die Aufträge.'

Wenn es dann aber keine Aufträge mehr gibt, dann sind diese Leute wieder Klienten für uns."
Zahl der Neugründungen dennoch gesunken
Tatsächlich lassen sich offenbar auch viele dieser potenziellen Selbstständigen abschrecken: Die Zahl der neu gegründeten Firmen ist im Jahr 2009 gegenüber 2008 nämlich leicht gesunken.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Die Armen!!!
meinerseits, vor 59 Tagen, 7 Stunden, 39 Minuten
Nicht einmal mehr dir Anti-Volks- und Kapitalistenpartei steht hinter ihnen.
Der erste am Morgen, der letzte am Abend, und wenn...
kohlröserl, vor 59 Tagen, 15 Stunden, 33 Minuten
...die Angestellten in den Krankenstand gehen,

der Chef ackert noch und investiert in den Betrieb, er lebt für seinen Betrieb. Die, die glauben, als Selbständige nur aus dem Geschäft ziehen zu können, fallen als erste auf die Schnauze......
...
feti, vor 59 Tagen, 15 Stunden, 5 Minuten
welche angestellten? kicher ! die muss man sich zuerst einmal leisten können !
I leb als One-Man-Show ned schlecht...
zinkenbert, vor 59 Tagen, 14 Stunden, 1 Minute
..aber eben weil ALLEINE!
...
feti, vor 59 Tagen, 15 Stunden, 39 Minuten
selbstständig = ständig selbst.
da ist es mit 40 stunden in der woche nicht getan. und aller anfang ist bekanntlich schwer. ausserdem muss man zuerst einmal zahlen, damit man überhaupt arbeiten kann und darf. aber glücklich der, der es schafft !
Na Bravo!
wollfisch, vor 59 Tagen, 16 Stunden, 5 Minuten
dann wärs kein Wunder das es 90% "aufstellt".
Das Allererste, das zu
feta, vor 59 Tagen, 20 Stunden, 21 Minuten
einem Selbständigen gehört, ist Wissen. Wissen um seine Arbeit. Ohne das läuft gar nichts. Auch Durchhaltevermögen ist gefragt, in schlechten Zeiten. Und noch etwas, das Wissen, das ein Selbständiger sich immer und immer weiter während seiner Tätigkeit aneignet, nennt man Erfahrung. Auch das ist sehr wichtig. Also mit einem Wort, letztendlich muss er sein Metier von A -
Z beherrschen, und das wird er auch, wenn er dranbleibt. Leider ists mit der Mitteilung: "Ich will selbständig werden" allein nicht getan, obwohl es viele so darstellen. Nur viel Fleiss, Durchhaltevermögen, eigene Ideen und Liebe zum Beruf machen den Meister. Irgendjemand hat einmal im Rahmen der Foren geschrieben, aus seinem Berufsbild sind viele Berufe nicht mehr da, ja da ist es auch wichtig, eine noch offene Nische zu finden. Selbständig sein ist hart, aber es bringt auch viel persönlichen Erfolg. Aber, nicht jeder ist dafür geeignet, mitsamt seinem Umfeld. Und apropos, die Kunden stellen sich erst nach und nach ein, wenn sie sehen, der Meister kanns und gibt bei jedem Werk sein Bestes. LG
viele arbeitslose werden zu sinnlosen kursen geschickt
zauberlehrling70, vor 59 Tagen, 21 Stunden, 31 Minuten
warum nicht ein kurs ..wie gründe ich ein firma....
ein abschlußtest befähigt dann zur eigenerwerbsgründung.
auf die art und weise, würde der eine oder andere besser abschätzen was auf ihn zukommt, oder eben gerüstet für den neuen lebensweg.
nichts gegen AMSberater.....aber ob diese auskünfte wirklich so aufschlußreich sind?
Nichts gegen ABER....
zinkenbert, vor 59 Tagen, 21 Stunden
Also doch was dagegen....
Servus@zauberlehrling
libertybell, vor 59 Tagen, 20 Stunden, 49 Minuten
Wie ist das hier bei uns in Österreich? Brucht man für den Schritt in die Selbstständigkeit keine Meisterprüfung des jeweiligen Berufes?
Ich würde eher da aktiv werden,wenn eine Firma in Nöten kommt die ich z.B, mit anderen Arbeitskollegen.welche unternehmerische Fähigkeiten besitzen,aus Mitteln der Jungunternehmerschaft und der Wirtschaftskammer auffangen würde! Vorausgesetzt,der Kreditschutzverband gibt seine Zustimmung dazu! Deine und andere Meinungen?
"Kleintransporterselbständige" gibts auch in Ungarn.
bildschnitzer, vor 59 Tagen, 22 Stunden, 52 Minuten
Dort gibts noch "die kleinen Greissler", die "private Kleinlogistik" durchaus noch benötigen. Bei uns ist die Belieferung des Kleinhandels durch "wandernde Grosshändler" in den beginnenden Siebzigerjahren endgültig "eingegangen". Da haben die grossen Firmen alle ein eigenes Logistiknetz aufgebaut. Es gibt auch keine kleinen Herstellerbetriebe mehr, wie zum Beispiel Bandwebereien, die Schuhbänder erzeugen. Jedenfalls hat in Ungarn das Greisslersterben auch voll eingesetzt, und Viele, die nichts haben als einen Kleintransporter kommen in ihrer Verzweiflung auf blöde Ideen. Die letzten Österreichischen Kleinfirmen verkaufen bereits weltweit direkt übers Internet. Wie zum Beispiel die "Keksausstechermanufaktur Krifka" oder die "Taschenlampenmanufaktur Premi
http://tinyurl.com/yd2659a
man beachte die "Umsatzklasse"...Immerhin der letzte Dorfschmied Wiens---ein Fall für den Denkmalschutz. Eine Biedermeierfirma, durchaus vergleichbar mit der "Alten Schmiede" im Schönlaterngassenviertel. Der Mann kann noch Fiakerersatzteile schmieden, und deckt den Grossteil des Österreichischen LED-Grablichterbedarfs.
Es ist vielleicht für einige eine Möglichkeit,...
käsepappel, vor 59 Tagen, 23 Stunden, 14 Minuten
viele sind jedoch nicht fähig dazu!
Außerdem gibt es dann kein Krankengeld und keinen Urlaub! Wenn so ein Selbständiger, der keine finanzielle Polster hat, krank wird, bzw. dringend einer Erholung bedarf, wie soll das gehen bei einem ein-Mann(Frau)-Betrieb?
thegrissly, vor 59 Tagen, 22 Stunden, 25 Minuten
Österreich besteht zu 98% aus KMU's also kleinen und mittleren Unternehmen, das heißt also viele stehen wirklich vor diesem Problem bzw. Druck nicht krank werden zu dürfen.
Exakt richtig, käsepappel...
zinkenbert, vor 59 Tagen, 21 Stunden, 2 Minuten
Es ist vielleicht für einige eine Möglichkeit,...viele sind jedoch nicht fähig dazu!...

Und genau DAVOR warnt das AMS, und sonst nichts!

Aber, sag das einem beamteten ÖVP Poster, der auf die Hacklerregelung spitzt!
Ab in den Konkurs
justkickasses, vor 59 Tagen, 23 Stunden, 43 Minuten
viele EPU´s werden ohne Plan und zukünftigen Kunden gegründet - einfach wie oben beschrieben als letzter Ausweg vor dem Konkurs.
Traurig finde ich, dass diese Verarsche gefördert wird, denn die dadurch entstehenden Kosten -> GSVG sind beträchtlich sofern keine zahlenden Kunden vorhanden sind.
Sofern das EPU anläuft fallen ca. 55% Steuern und Abgaben je Euro an.

Eine tolle Alternative - arbeiten und als Dank dafür nix bekommen ...

Dieses Land ist so marode ...
"Dieses Land ist so marode ..."
luaginsland, vor 59 Tagen, 21 Stunden, 45 Minuten
Die mega-Bürokratie in der Wirtschaftskammer und der dazugehörigen GSVG wollen Leitl und seine Industriellen nicht sehen, dafür beschäftigen sich diese Apparatschik-multi-Millionäre mit der Abschaffung der Hälfte der Gemeinden !
Der Salzburger WK-Präsident ist sich zudem nicht zu blöd, den Halleiner Bürgermeister für den Geschäftsflächenwahn auf der grünen Wiese verantwortlich zu machen . . .
Da muss ich dir Recht geben...
zinkenbert, vor 59 Tagen, 20 Stunden, 54 Minuten
..abgesehen davon, dass ich auch gegen zu viele Kleingemeiden bin!

Aber, WKO + AK + Bauernbund + Gewerkschaft nehmen sich gegenseitig nichts weg!

Alle, querbeet und durch alle Parteien sind die reinsten Günsrtlingsversorgungsunternehmen!

Und die Sozial + Pensionsversicherungen nicht vergessen!

Ein Land lebt von PRODUKTION, und NUR davon!

Verwaltung und Dienstleistung sind nur innerhalb einer vernünftigen Wirtschaftsleistung möglich!

Mit Verwaltungsjobs schafft man keine Wirtschaftsleistung!
Ist doch klar,
vanzant, vor 60 Tagen, 7 Minuten
daß das AMS dazuabrät.
Damit wird die eigene Unfähigkeit, Jobs zu vermitteln, zugegeben.
Wenn ich seinerzeit nicht alle möglichen Hebel in Gang gesetzt hätte, wären mein Kinder heute noch arbeitslos.
Das AMS hat absolut nichts getan, um meinen Kindern eine Arbeit zu suchen.Ging vielen Bekannten übrigens auch so und ist heute noch gängige Praxis.
Falls das AMS alle Jobs vermitteln täte,könnte oder wollte, wären die Mitarbeiter selbst arbeitslos.
hounzzz, vor 59 Tagen, 23 Stunden, 59 Minuten
auf der anderen seite hat aber auch keiner was davon, wenn sich leute blauäugig in das abenteuer selbstständigkeit stürzen und am ende mit einem haufen schulden dastehen.

dass eine persönliche intervention immer zielführender ist, als auf eine vermittlung durch das AMS zu hoffen, ist auch klar. für mich hat eine vermittlung durch das AMS immer den nimbus mangelnder eigeninitiative. irgendwie hat man das gefühl, dass gute leute ihre jobs selbst finden. auch wenn es so nicht immer ist.
um meinen Kindern eine Arbeit zu suchen
pockerer, vor 59 Tagen, 23 Stunden, 46 Minuten
das ist der Fluch der Zeit - die Jugend heutzutage kann nichts! Ich habe mir meine Job mit 15 Jahren selbst suchen müssen!
@pockerer
justkickasses, vor 59 Tagen, 23 Stunden, 42 Minuten
heute kriegen Sie mit 15 bestenfalls eine schlecht bezahlte Lehrstelle -> also was soll dieses Argument? Früher war ALLES besser?
@pockerer
hounzzz, vor 59 Tagen, 23 Stunden, 39 Minuten
leichter geworden ist es sicher nicht. heute will fast keiner mehr ausbilden und am liebsten leute mit jeder menge praxis für ein trinkgeld einstellen. persönliche kontakte sind da sicher nützlich, über die ein 16-jähriger / eine 16-jährige aber kaum verfügt. so gesehen hat van zant schon recht. beim AMS bist eher eine nummer unter vielen tachinierern, die gar keinen bock auf arbeit haben.
vanzant und hounzzz..haben vollkommen RECHT!
nimoy, vor 59 Tagen, 22 Stunden, 54 Minuten
Auch uns ist es so ergangen bei der Lehrstellesuche (Technischer Zeichner)und das Ergebnis, vor unserer Nase hat man eine Frau mit 30 Jahren die vom AMS gefördert wird auf diese Lehrstelle gesetzt sogar die Personalchefin von diesen Betrieb hat sich bei uns fast entschuldigt, aber die Firma muß sparen und da kommen solche Leute gerade recht
zahlt ja eh das AMS-(Steuerzahler)!
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