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SO | 22.11.2009
Seelsorger im Gefängnis (Bild: ORF)
SOZIALES
Kirchen "aus Schubhaftbetreuung gedrängt"
Die Kirchen würden an der Seelsorge für Schubhäftlinge mehr und mehr gehindert. Diese Kritik kommt von der evangelischen Kirche Österreichs bei der evangelischen Synode in Salzburg.
"Recht auf Religionsfreiheit gefährdet"
Hunderte Schubhäftlinge warten in Österreich auf ihre Abschiebung. Aus ihrer Betreuung werden die Kirchen - konkret die katholische Caritas und die evangelische Diakonie - Schritt für Schritt hinausgedrängt.

"Wenn es jetzt schon nicht mehr möglich ist, Rechtsberatung zu leisten, dann sollte es doch selbstverständlich sein, dass man die Menschen, die in Schubhaft kommen, seelsorgerlich betreuen und begleiten kann", kritisiert Superintendent Thomas Hennefeld von der evangelisch-reformierten Kirche, "Wir sehen darin eigentlich ein Menschenrecht auf Religionsfreiheit und dadurch die Religionsfreiheit gefährdet."
"Man muss den Einzelfall rechtlich durchziehen".
Evangelische Kirche überlegt Rechtsweg
Superintendentin Luise Müller hat erst gestern mit dem Salzburger Schubhaftseelsorger gesprochen. "Und er hat aktuell geklagt, dass die Bedingungen von Woche zu Woche schwieriger werden, keine Namen mehr an die Schubhaftseelsorge ausgegeben werden. Mittlerweile ist es fast unmöglich, eine Schubhaftseelsorge in Salzburg durchzuführen."

Die evangelische Kirche überlegt nun sogar den Rechtsweg zu beschreiten. Das kündigt Synodenpräsident Peter Kömer, im Privatberuf Jurist, an: "Man muss da oder dort, wo eine Verletzung ist, den Einzelfall rechtlich durchziehen - unter Umständen bis zum österreichischen Verfassungsgerichtshof. Es ist vorhersehbar, was da passieren wird - man wird Recht bekommen. Nur ist das natürlich alles eine Frage der Zeit."
Einsatz für Schubhäftlinge Teil der Kirchenlinie
Für Bischof Michael Bünker passt dieser Einsatz für Migranten und Schubhäftlinge in die Generallinie der evangelischen Kirche - nämlich ein verlässliches Netz aus Solidargemeinschaften zu bilden.
Gegen mehr Schubhaft, für rechtsstaatliche Verfahren für Flüchtlinge.
Resolution an Bundesregierung
Die Generalsynode der evangelischen Kirche verabschiede auch einstimmig eine Resolution an die Bundesregiung - gegen "das Vorhaben, den Druck auf Asylsuchende durch verstärkte Verhängung der Schubhaft weiter zu erhöhen."

Die Regierung wird aufgefordert, "Schutzsuchenden in vollem Umfang Zugang zu einem rechtsstaatlichen Verfahren zur Schutzgewährung mit ausreichender Berufungsmöglichkeit zu gewähren".
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Normal kann jeder der Schubhaft entgehen, wie ein Beispiel vom...
tagespost, vor 14 Tagen, 5 Stunden, 50 Minuten
...Montag zeigt

3. Asylfolgeantrag eines kriminellen Fremden (Niederösterreich)
Montag, 02. November 2009, 07:48 Uhr -
Presseaussendung der BPD Wr.Neustadt

Am 17.10.2009 wurde ein 31- jähriger Fremder aus Serbien nach Entlassung aus der Strafhaft aus der Justizanstalt Wiener Neustadt ( er hat mehrere rechtskräftige Verurteilungen wegen Gerichtsdelikten) von der BPD Wiener Neustadt in Schubhaft genommen, und ein Auenthaltsverbot verhängt.
Eiine Abschiebung nach Belgrad mit Begleitung von 3 Beamten war für den 3.11.2009 geplant. Am 1.11.2009 stellte der vorbestrafte Fremde den 3.!! Folgeanntrag nach dem Asylgesetz, sodass die Abschiebung storniert werden mußte.


http://newsserver.at.twi.bz/I
stquinn65, vor 14 Tagen, 5 Stunden, 38 Minuten
So weit ist das schon richtig. Es kommen Leute aus Ländern, in denen es zur Zeit ruhig ist und die keinen Grund hätten, hier um Asyl anzusuchen.
Keine Rechtsberatung mehr.........
wollfisch, vor 14 Tagen, 7 Stunden, 51 Minuten
Prost!
Die gibt's trotzdem.
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 7 Stunden, 31 Minuten
schon eigenartig...
zapatta, vor 14 Tagen, 9 Stunden, 53 Minuten
gerade die, die am lautesten "abendland in christenhand" blöken, verhalten sich am unchristlichsten.
Auf den Punkt gebracht.
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 8 Stunden, 24 Minuten
stquinn65, vor 14 Tagen, 5 Stunden, 44 Minuten
Sie missbrauchen das Christentum nur für ihre fragwürdigen, politischen Zwecke. Ich kenne einige, die das Christentum im Alltag leben. Aber die alle sind weder FPÖ noch BZÖ Wähler, bzw. Sympathisanten dieser beiden Parteien.
maginar, vor 14 Tagen, 15 Stunden, 22 Minuten
Ich frage mich nur, welche Sorgen hat die Kirche noch.
Lies die "Acht Seligpreisungen",
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 15 Stunden, 19 Minuten
dann weißt du es.
wenn wollns seelsorgerisch beteuen, Hindus, Moslems, Orthodoxe, Katholiken?
gscheitbär06, vor 14 Tagen, 14 Stunden, 28 Minuten
-n
gscheitbär06, vor 14 Tagen, 14 Stunden, 28 Minuten
Manchmal
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 14 Stunden, 27 Minuten
tut einfach ein menschlicher Zuspruch, menschliche Zuwendung gut.
Meinst du nicht auch?
Also als Bürger wünsche ich mir von einem Schubhaftzentrum nicht,
gscheitbär06, vor 14 Tagen, 11 Stunden, 33 Minuten
daß es sich mit menschlichen Zuspruch und Zuwendung herumplagt, sondern darauf schaut, daß die Leute so schnell wie möglich wieder in ihre Heimat kommen, dort könnens mit Pfaffen plaudern und sich ausweinen soviel sie wollen
Und wenn sie in der
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 11 Stunden, 14 Minuten
kurzen Zeit, die sie (nach deinen Anweisungen) in Schubhaft sind, menschlich betreut werden, ist doch auch nichts dagegen einzuwenden, oder?
rausgeworfens Geld,
gscheitbär06, vor 14 Tagen, 11 Stunden, 9 Minuten
heute rein, morgen in der Heimat, das muß das Ziel sein!
Das Geld wird stets dann
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 10 Stunden, 49 Minuten
vorgeschoben, wenn die Gründe für die Ablehnung eigentlich andere sind.
Das Geld bleibt dabei in Österreich.
>durchdenkerin
stquinn65, vor 14 Tagen, 5 Stunden, 31 Minuten
Eben! Diese Betreuung besteht ja nicht aus Rosenkranzbeten und einem Bibelstudium. Es wird dabei nicht missioniert, sondern menschlich unterstützt. Und dieses Recht steht bei uns jeden Menschen zu.
Eine Bekannte von mir aus dem buddhistischen Zentrum arbeitet im Hospiz. Ungefragt erzählt sie den Sterbenden auch nicht von Buddha.
Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß eine hohe Zahl
gscheitbär06, vor 14 Tagen, 15 Stunden, 41 Minuten
von Protestanten in Österreich in Schubhaft sitz.
aishebehcet747, vor 14 Tagen, 14 Stunden, 32 Minuten
die sinnhaftigkeit ökumenischen engagements erschließt sich halt nicht jedem.
stquinn65, vor 14 Tagen, 5 Stunden, 26 Minuten
Einen Menschen Wärme und Zuspruch zu geben hat nichts mit Religion zu tun. Oder fragst du ein Unfallsopfer, bevor du ihm die verpflichtende erste Hilfe gibst, aus erst nach seinem Glaubensbekenntnis und seiner Parteizugehörigkeit?
Ich weiss ja nicht was die christl. Kirchen Ö. den...
chiron, vor 14 Tagen, 16 Stunden, 14 Minuten
...ganzen Tag so machen.

Ich finde dass die Seelsorger effizientere Arbeit in den Schulen, auf den Spielplätzen, in den Grossstadtghettos leisten könnten um Abschiebungen zu verhindern. Vielleicht kommen sie auf die Idee, wurden sie, wegen Mitgliedermangel zur Sekte degradiert.
das ist gut so,
markt, vor 14 Tagen, 16 Stunden, 21 Minuten
das zwangsbeglückung muss nicht sein, und wird häufig auch nur benutzt, die drohende abschiebung länger hinaus zu zögern.
wie verroht muss man sein
xcountry, vor 14 Tagen, 15 Stunden, 42 Minuten
wenn man sich nicht mehr in die Lage eines verzweifelten Menschen denken kann. Und die meisten sind verzweifelt. Der Durchschnittsösterreicher ist am Ende, wenn die Milch um 10 Cent teurer wird. Daher die Blindheit gegenüber Problemen Ärmerer.
xcountry
arazi, vor 14 Tagen, 15 Stunden, 23 Minuten
so hart es klingt, man kann nicht das leid der gesamten menscheit auf unsere schultern laden. irgendwo gibt es immer ein ende.
@arazi,
durchdenkerin, vor 14 Tagen, 14 Stunden, 26 Minuten
DU tust es eh nicht.
Lass doch die anderen, wenn sie gerne helfen wollen.
" xcountry " so ist es nicht!
freude3, vor 14 Tagen, 13 Stunden, 52 Minuten
wenn die milch um 10cent teurer wird, wackelt kein hund mit dem ohrwaschl, stehen auch bei vielen sozialhilfe empfänger 2-autos vor der tür! die ewige jammerei wegen armut ist einfach nur lächerlich, und das, weil jeder geld ohne leistung möchte. geld ohne gegenleistung ist nichts wert und fördert nur die abhängigkeit. wenn jemand unbedingt helfen will, soll er die hilfe auch selbst finanzieren und nicht jammern.
dazu passt vielleicht
falseprophet, vor 14 Tagen, 13 Stunden, 38 Minuten
eine etwas andere Sicht der Dinge:
http://tinyurl.com/nev2q2
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