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MI | 10.02.2010
Vorlesung im Konzertsaal (Bild: ORF)
BILDUNG
Uni erhofft Rettung durch "Notfallparagraf"
Ein "Notfallparagraf" im Universitätsgesetz soll in Salzburg gegen überfüllte Hörsäle helfen. Nur so wären wieder Zugangsbeschränkungen für die Kommunikationswissenschaft möglich.
Universität vom Ansturm überrascht
Ein Studentenansturm war zwar erwartet worden, vom Ausmaß wurde die Universität Salzburg aber überrascht. Nach dem Ende der Studiengebühren sieht sich vor allem das Fach Kommunikationswissenschaft mit 500 Neulingen konfrontiert.

Vorlesungen mussten wegen Platzmangels wie berichtet in einen Konzertsaal verlegt werden. Im kommenden Studienjahr soll es daher wieder Zugangsbeschränkungen geben. Ein "Notfallparagraf" im Universitätsgesetz könnte das möglich machen.
Rudolf Mosler (Bild: ORF)
Rudolf Mosler
Vizerektor Mosler: Unvertretbare Bedingungen
An der Salzburger Kommunikationswissenschaft wurden heuer doppelt so viele Studenten aufgenommen wie im vergangenen Jahr, die Hälfte kommt aus Deutschland. Das sind, bei unverändertem Personalstand, unvertretbare Studienbedingungen, so Vizerektor Rudolf Mosler.

Für solche Fälle gebe es jedoch im Gesetz einen Notfallparagrafen. Der sieht vor, dass für Studien, in denen in Deutschland Numerus Clausus gilt, auch hierzulande wieder Zugangsbeschränkungen eingeführt werden können.
Ministerverordnung soll beantragt werden
"Nach einer Gesetzesänderung, zum 1. Oktober in Kraft getreten, können Universitäten, die dieses Fach anbieten, einen gemeinsamen Antrag beim Minister stellen. Der kann eine Verordung erlassen, die solche Beschränkungen vorsieht. Die Kommunikationswissenschaft ist da vorrangig im Blickpunkt, aber es wäre auch bei anderen deutschen Numerus-Clausus-Fächern möglich", sagt Mosler.

Nach Erfassung der Daten der Studienrichtung Kommunikationswissenschaft an den Unis Salzburg, Klagenfurt und Wien wird im November ein solcher Antrag eingebracht werden. Die SPÖ, die bisher strikt gegen Zugangsbeschränkungen aufgetreten ist , hat ihre Zustimmung zu dem Antrag bereits signalisiert.
Universität Salzburg (Bild: ORF/G.H.) Ausgleich nur auf europäischer Ebene sinnvoll
Die Idee von Ausgleichszahlungen für Studenten hält Mosler nur auf europäischer Ebene für sinnvoll. Ähnlich wie in der Landwirtschaft sollte die EU auch Geld für die Bildung nach Bedarf umverteilen.

"Wir haben ein vergleichbares Problem in Skandinavien, in Belgien und Frankreich. Man könnte es auf die europäische Ebene heben und einmal schauen, wo ein kleines Land einem großen gegenübersteht und solche Ströme sehr einseitig laufen", so Mosler.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
maßnahmen mix am besten
stadtbaukleister, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 25 Minuten
1) sinnvolle studenten-obergrenze; warum für 400 stellen leute ausbilden, wenn der bedarf einen bruchteil ausmacht? am besten mittelfristige beobachtungen am arbeitsmarkt und dann studentquote anpassen plus 25% (studienabbrecher und ausländische studenten)

2) aufnahmeprüfungen in jedem(!!!) fach. da sollte man einfach rascher erkennen können, ob jemand grundsätzlich geeignet ist. und dann ständig den studienverlauf verfolgen.

3) geringfügige studiengebühren (300-500 euro, bei medizin bis 1000). diese gebühren sollten großteils aber über familienbeihilfen quasi rückerstattet werden. dadurch reduziert man die "ich muss halt irgendwas" studierer.

grundsätzlich soll jede(r) studieren können, was sie/er will. trotzdem können wir nicht lauter leute teuer ausbilden, die dann diese bildung nicht in Ö oder überhaupt nicht anwenden.

das eingesparte geld darf aber nicht aus dem hochschul bereich wegfließen, um löcher zu stopfen.
tomte86, vor 115 Tagen, 16 Stunden, 28 Minuten
ich schätze, du hast selbst nie studiert. wenn ja, sollte man dir deinen Abschluss aberkennen. so nen quatsch, den du da schreibst...
Studiengebühren sind sinnvoll
baronc, vor 116 Tagen, 15 Stunden, 2 Minuten
Also mal eine kleine Präambel, ich bin Student (Informatik), finanziere mir mein Studium selbst, erhalte keine Beihilfen.

ich glaube das Studiengebühren auf folgenden Gründen sinnvoll waren:

1. die Unis erhalten auch mal ein wenig Geld womit sie sich mal moderne Ausrüstung leisten können.

2. es gibt a gewisse Steuerwirkung, das nicht jeder der gern die vorteile eines Studentenausweises haben möchte den defacto (16.56 Euronen) begkommt.

3. is mir mein Studium etwas wert, ich sehe es als eine Investition in die Zukunft und war daher gerne bereit die Gebühren zu zahlen (man sollte mal Vergleichen was ein Kindergartenplatz kostet)

4. hätte es keinen so enormen zulauf von extern gegeben.
run2thehills, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 52 Minuten
klingt grundsätzlich ganz gut.
voraussetzung muss allerdings sein, dass die einnahmen zweckgebunden eingesetzt werden, und nicht zum stopfen diverser budgetlöcher. hatten wir ja bereits alles.
radioactiveman, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 41 Minuten
Mit den gleichen Argumenten bin ich vor zwei Jahren auch gegen eine mediale Wand in den ORF-Foren gelaufen.
Da gibts leider zuviele Realitätsverweigerer, die den "freien Unizugang" anders interpretietren und von dem prognostizierten (und mittlerweile mehr eingetretenem Dilemma) nichts wissen wollten.
nix gut deitsch -> Kaffeemangel :-(
radioactiveman, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 40 Minuten
Da gibt's von den Experten Wirtschafts-, Wetter- und Gesundheitsprognosen.
chiron, vor 116 Tagen, 15 Stunden, 46 Minuten
Dass in der EU die Gratisuniversitäten ohne n.c. "überfüllt" sein werden, hätte den Experten jeder Hackler sagen können.
Stimmt, wie war die Expertenprognose? Nur die ungebildeten sind gegen die EU.
Nicht nur die Hackler müssen den Globalisierungspreis mit Sozialabbau bezahlen, sondern auch die (vielleicht künftige) Elite.
radioactiveman, vor 116 Tagen, 15 Stunden, 41 Minuten
Das hat mit der EU nichts zu tun sondern mit der eigenen Unfähigkeit und dem eigenen fehlenden Weitblick wohin eine total Aufhebung aller Beschränkungen führt.
doncervantes, vor 116 Tagen, 15 Stunden, 26 Minuten
Wer sagt denn das die gebildeten desweegen gegen die eu sind??? Gebildete sind meist des differenzierten Denkens fähig und checken dass nur weil es irgendwo ein Problem gibt, nicht das ganze schlecht sein muss
Also bitte, und seit wann werden Staatsautonomien abgebaut
chiron, vor 116 Tagen, 15 Stunden, 20 Minuten
bzw. wird immer mehr grenzen-/beschränkungslos? So weit ich mich erinnern kann hat Österreich, in Bezug auf Universitätszugang versucht (patscherte) Grenzen zu ziehen. Dies brachte eine Verurteilung der EU.
radioactiveman, vor 116 Tagen, 15 Stunden, 49 Minuten
Also damit hat nun wirklich keiner rechnen können... oder etwa doch ???

Könnte vielleicht daran liegen, dass es in Ö nun die einzigen Unis in weitem Umkreis gibt, an denen man ohne irgendwelche Vorraussetzungen studieren kann. Keine Gebühren, keine Tests, kein Zwang, kein nichts. Die Österreicher zahlens eh.

Tja... das Gegenteil von "Gut gemacht" ist "Gut gemeint".
Und dann noch die Augen vor der Realität möglichst fest zumachen.
Der Sieg ...
orfatleser, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 39 Minuten
... des politischen "Bestemms" über klar erkennbare und - zusätzlich im Vorfeld aufgezeigte - zu erwartende Probleme für die österr. Studenten.
Kommen, mit diesem Beispiel illustriert, nicht Zweifel auf, ob "die Politik" nicht doch Scheuklappen trägt, um im Ergebnis ihres Tuns die Interessen der in diesem Lande Lebenden suboptimal zu vertreten.
radioactiveman, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 10 Minuten
Du meinst, dass die Studiengebühren in einer Nacht- und Nebelaktion am letztmöglichen Tag vor der Wahl abgeschafft wurden, war kein Zufall ?
baronc, vor 116 Tagen, 14 Stunden
sicher nicht, in diese nacht wurden ja auch wir fhler verkauft. zur erinnerung es wurde die zwangseingliederung der fh in öh beschlossen, wie keiner unserer vertreter mehr anwesend war (hat ihnen wohl nicht gefallen das wir ne unparteiische vertrettung wollten).

spö musst ja wahlgeschenke an ihre öhler machen das sie noch gwählt werden
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