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INFRASTRUKTUR |
19.04.2009 |
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Pinzgaubahn wird Vorbild im Ybbstal
Die Pinzgaubahn kann sich nach ihrem Neustart vor zehn Monaten über steigende Fahrgastzahlen freuen. Jetzt ist die Bahn, die von der Salzburger Lokalbahn betrieben wird, sogar Vorbild für die bankrotte Ybbstalbahn in Niederösterreich.
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Eigentümerwechsel als Überlebensgrundlage
50 Bürgermeister, Landtagsabgeordnete und Bahn-Begeisterte aus den Ybbstaler Gemeinden haben sich am Samstag angesehen, wie es die Pinzgaubahn geschafft hat, nicht nur zu überleben, sondern einen erfolgreichen Neustart hinzulegen.
Die wichtigste Empfehlung aus Salzburg lautet dabei: ohne den Eigentümerwechsel von den ÖBB zum Land wäre nichts gegangen, gleichzeitig brauche es eine erfahrene Betreibergesellschaft, die auf den Bedarf vor Ort flexibel reagiert und auch investiert. Für den Neustart der Pinzgaubahn wurden immerhin 33 Millionen Euro locker gemacht.
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Die Pinzgaubahn fährt mit modernstem Zugmaterial und hält nur noch auf Verlangen. |
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Zugbegleiter statt anonymer Automaten
"Es gibt mir diese Verländerung einmal sehr große Hoffnung, dass der Betreiber hier an Ort und Stelle sitzt, dass man das wirklich modern führt und dass man in kurzer Zeit einfach das, was bei der ÖBB nicht möglich war, derartig positive Änderungen gemacht hat, sodass die Bevölkerung auch auf die Bahn wieder anspricht", sagt Siegfried Nykodem von der Initiative Ybbstalbahn.
Die neue Pinzgaubahn fährt nicht nur mit modernstem Zugmaterial, sondern auch mit Zugbegleitern anstelle anonymer Fahrscheinautomaten. Die Züge halten jetzt auch nur mehr auf Verlangen - und siehe da - die Fahrgäste kehren zurück.
Für heuer rechnet man mit 600.000Fahrgästen. Das wäre eine Verdoppelunng gegenüber den Zahlen der letzten ÖBB-Jahre.
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"ÖBB haben Bahn heruntergewirtschaftet"
Genau das streben nun die Ybbstaler Gemeindevertreter und Bahninitiativen auch für ihre Nebenbahn an. Dort sanken die Fahrgastzahlen von 700.000 auf zuletzt unter 400.000 pro Jahr.
"Die Fakten sind derzeit schlecht, weil die ÖBB die Ybbstalbahn in den letzten 15 Jahren heruntergewirtschaftet haben, sie fahrplanmäßig ruiniert haben, sodass die Leute nicht mehr mit der Bahn fahren wollten", sagt Franz Gratzer, Bürgermeister der Gemeinde Hollenstein (Niederösterreich).
Die Ybbstalbahn-Initiative versucht jetzt das Ruder herumzureißen und die Pinzgauer Erfahrungen zu verwerten. Man verhandelt auch bereits mit möglichen neuen Betreibergesellschaften.
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