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POLITIK |
02.09.2008 |
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"Christen" gegen Gleichberechtigung der Frau
Mit konservativen Werten, gegen Sexualunterricht und Gleichberechtigung der Frau und für Strafen bei Abtreibungen stellten sich am Dienstag in Salzburg "Die Christen" als neue Partei zur Nationalratswahl vor.
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"Verfehlter, schulischer Sexualunterricht"
Der bundesweite Spitzenkandidat Alfons Adam aus Neulengbach (Niederösterreich) verkörpert als Rechtsanwalt und Vater von sieben Kindern, sowie Großvater von 21 Enkeln den Wertekatalog der "Christen": Familie, Ehe und Kinder. Adams Diagnose der modernen Gesellschaft fällt vernichtend aus.
Die Probleme seien "hausgemacht durch einen verfehlten, schulischen Sexualunterricht, hausgemacht durch Propagierung von Homosexualität, hausgemacht durch Gender Mainstreaming."
Und Adam erklärt: "Gender Mainstreaming bedeutet ja nicht die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern bezweckt die Abschaffung des biologischen Geschlechtes. Es sollen gleichwertige Lebensformen sein, ob hetero-, homo-, bi- oder transsexuell. Wo sollen da noch gesunde Familien herkommen?"
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Geburtenförderung durch Müttergehalt
Gegensteuern wollen die Christen mit dem Müttergehalt. Damit soll Kinderkriegen wieder attraktiv und soziale Probleme gelöst werden, sagt der Salzburger Christen-Listenführer, Sportmediziner Clemens Menapace aus Hallein.
"Die Frauen sollen, genauso wie jene, die draußen arbeiten und Geld bekommen und dadurch unabhängig werden, auch wieder Geld bekommen. Sie tun ja eine Arbeit, sie tun etwas für die Gesellschaft, sie ziehen eine Familie groß, sie betreuen einen Kleinbetrieb, genannt Familie, in einer Gesellschaft", meint Menapace.
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"Wir wollen alles erreichen, was uns möglich ist, alles, was unseren Zielen dient." |
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Spitzenkandidat geht es um Signalwirkung
Im Unterschied zu seinem bundesweiten Spitzenkandidaten kann sich Menapace auch für die Väterkarenz erwärmen. Konkrete Wahlziele nennen die Christen nicht - Spitzenkandidat Alfons Adam geht es um die Signalwirkung.
"Wir wollen alles erreichen, was uns möglich ist, alles, was unseren Zielen dient. Das kann schon ein Gemeinderat sein, der in der Volksschule und im Kindergarten aufpasst, ob dort auch schon dieses scheußliche Gender Mainstreaming praktiziert wird", betont Adam. Krabbelstuben und Kinderkrippen wollen die Christen nicht finanziell fördern, weil Mütter "die besten Erzieherinnen" seien.
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„Die Christen“ wollen in den Nationalrat
Als Ziel steht bei dieser Partei der Einzug in den Nationalrat an erster Stelle. Gleichzeitig wollen "Die Christen" längerfristig "in jeden Landtag und in jeden Gemeinderat, weil manche Probleme nur direkt vor Ort zufriedenstellend gelöst werden können", wie sie betonen.
Die von ihnen geforderte Bestrafung von Abtreibungen rechtfertigen die "Christen" mit einem "fundamentalen Recht auf Leben, das auch durch die Strafgesetze verteidigt werden soll".
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