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MI | 10.02.2010
Computer-Modell des Kraftwerks Werfen-Pfarrwerfen (Bild: ORF)
Energie
Strengere EU-Richtlinie für Wasserkraftwerke
Kraftwerksprojekte müssen nach der jüngsten EU-Wasserrahmenrichtlinie noch genauer geprüft werden. Von den anstehenden Salzburger Großprojekten dürfte dabei als erstes ein Salzachkraftwerk betroffen sein.
Richtlinien enthalten strenge und genaue Vorschriften
Ordnungsrahmen für Schutz von Wasserläufen
Fünf Kraftwerke gibt es bereits an der mittleren Salzach, Verbund und Salzburg AG haben aber bereits Pläne für ein weiteres Wasserkraftwerk zwischen Pfarrwerfen und dem Pass Lueg in der Gegend von Tenneck (Pongau).

Mit den neuen Wasserrahmenrichtlinie der EU will man einen europaweiten Ordnungsrahmen für Schutz und Bewirtschaftung von Wasserläufen schaffen und diese Richtlinien enthält daher ziemlich genaue Vorschriften, sagt Landesrat Walter Blachfellner.
"Keine leere Drohung der EU"
"Das ist keine leere Drohung der EU. In der Steiermark ist ein genehmigtes Bauvorhaben von der EU beeinsprucht worden und man hat Österreich sogar mit einer Klage gedroht, sollte das Werk so gebaut werden", warnt Balchfellner.

In Salzburg müssen Kraftwerksprojekte nun also noch genauer geprüft werden. Als erstes davon betroffen ist das bei Tenneck geplante Werk.
Ausbau der Wasserkraft fix
Kraftwerk in Salzburg-Lehen nicht betroffen
"Weil zwischen Werfen und Tenneck die Restwassermenge nicht groß genug ist, wird daran gedacht, das Kraftwerk in Stegenwald zu bauen. Mir ist es jetzt nicht so wichtig, wo es gebaut wird, sondern dass es überhaupt gebaut wird", sagt Walter Blachfellner weiter.

Nicht von der EU-Richtlinie betroffen ist laut Blachfellner das geplante Kraftwerk in Salzburg-Lehen. Bei ihrer Klubklausur haben sich die Salzburger Sozialdemokraten auf einen weiteren Ausbau der Wasserkraft festgelegt.
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