Schildkröten richtig einwintern

Die Europäische Landschildkröte bereitet sich jetzt im Herbst auf ihre Winterruhe vor. Diese sollte drei bis vier Monate dauern. Doch beim Einwintern der stoischen Vierbeiner sollte man einiges beachten.

Die Langsamkeit der Schildkröten ist es, die die Tiere so alt werden lässt. Das heißt aber nicht, dass Schildkröten alles aushalten und man sich um gar nichts kümmern muss, sagt Zoo-Betriebsleiter Rupert Eckkrammer: „Gerade die Schildkröten sind hart im nehmen, aber man muss schon sehr vieles bedenken.“ Und dazu gehört eben auch die Winterruhe.

Garten der beste Ort für Schildkröten

Werden die Schildkröten im Garten gehalten - das ist der Idealfall - stellen sie sich selbstständig auf die kühleren Temperaturen ein, ziehen sich allmählich zurück und vergraben sich. Wer die Schildkröten lieber im Haus überwintern möchte, für den bietet sich die Kühlschrank-Methode an, rät Tierärztin Eva Haberpeuntner.

„Der Kühlschrank hat sich insofern bewährt, weil man da die konstanten vier bis sechs Grad einstellen kann. Das ist die optimale Temperatur zum Überwintern der Griechischen Landschildkröte. Und beim Keller oder in der Garage hat man immer ein Problem, wenn es wieder etwas wärmer wird, denn dann können die Schildkröten aufwachen“, so Haberpeuntner.

Schildkröte Griechische Landschildkröte Tier

Orchi/Creative Commons Lizenz

Kiste mit Erde und Buchenlaub befüllen

Am besten überwintert man die Schildkröten in Kisten, die etwa dreimal so lang und dreimal so breit sind wie die Tiere. In diese Kiste füllt man feuchte Gartenerde und darüber eine Schicht Buchenlaub, damit sich die Schildkröte eingraben kann. Während der Winterruhe sollte man die schlafenden Tiere regelmäßig kontrollieren.

Sendungshinweis:

Salzburg Magazin, Sendung vom 17. Oktober 2012

„Man kann alle zwei bis drei Wochen die Blätter zur Seite geben, schaut wie die Augen und die Nase sind. Man kann die Tiere auch ruhig herausheben und auf die Wage geben, den Panzer kontrollieren, ob zum Beispiel irgendwelche Einblutungen da sind und dann gibt man sie wieder zurück in die Kiste“, erklärt die Tierärztin.