Ersatz für den Buchs
„Der Buchs stirbt“ - das ist die traurige Überzeugung von Karl Ploberger. Denn Buchsbaumpilz und Buchsbaumzünsler seien nur mit radikalen Methoden einigermaßen in den Griff zu bekommen: „Ich muss ein systemisches Insektizid anwenden, wenn ich den Buchs retten will, sonst kann ich nichts anderes machen. Auch mit einem Hochdruckreiniger lassen sich die Raupen des Zünslers von den Buchskugeln sprühen.“ Das muss man aber „immer wieder machen“. Beim Pilz muss man den Buchs „alle drei bis sechs Wochen mit einem Fungizid behandeln.“
Eibe, Ilex, Hainbuchen
Viele Biogärtner wollen das aber nicht - und schauen sich nach Alternativen um: „Da gibt’s die Eibe als wirkliche Buchsersatz für größere Gestaltungen“, schildert Ploberger. „Dann gibt’s zum Beispiel den Ilex - also alles, was Laub hat und immergrün ist - als wirklich interessanten Ersatz. Gerade bei Kahlfrösten ist der Ilex aber nicht wirklich winterhart.“

Daniel Fuchs/CC-BY-SA
Die robusteste Alternative: Die Hainbuchen-Hecke
Ansonsten bieten sich Hainbuchen an, die man auch „wunderbar zu Kugeln schneiden kann“, sagt der Experte. „Das ist das Robusteste, was man sich vorstellen kann.“
Sendungshinweis
„Salzburg Magazin“, 28.9.2012
Für kleine Hecken Gamander
Für die kleinen Buchshecken, die man oft rund um Kräutergärten sieht, ist eine Alternative der Gamander: „Der ist im Prinzip eine Kräuterpflanze, blüht rosarot und kann wirklich radikal zurückgeschnitten werden, hat auch einen extremen Winter überlebt. Man kann ihn kräftig zu einer kleinen Hecke schneiden - und schaut aus zehn Metern Entfernung aus, als wenn es Buchs wäre.“

Stanislav Doronenko/CC-BY-SA
Publiziert am 28.09.2012

