Hüttschlag: Schödersee & Arlscharte

Der Ausflugstipp von Radio Salzburg führt in dieser Woche zu einem periodischen Bergsee bei Hüttschlag (Pongau) in den Hauptkamm der Hohen Tauern.

Der Schödersee ist ein periodischer See, der nur nach starken Regenfällen und während der Schneeschmelze Wasser führt. Im Sommer ist er meistens ausgetrocknet.

Wanderung zum Schödersee bei Hüttschlag

Thomas Wirnsperger

So sieht der See in Frühling und Frühsommer nach und bei der Schneeschmelze aus

Dennoch lohnt sich wegen des Naturerlebnisses auch während einer Trockenphase die zweistündige Wanderung dorthin.

Wanderung zum Schödersee bei Hüttschlag

Thomas Wirnsperger

Hochsommerliches Szenario

Unterer Teil auch für Schwächere machbar

Vor allem der erste Teil der Wanderung ist für alle Konditionsstufen möglich und bei praktisch jedem Wetter machbar. Die Tour beginnt beim Parkplatz neben dem Talmuseum sieben Kilometer südlich von Hüttschlag auf einer Seehöhe von etwa 1.000 Metern. Rund 30 bis 45 Minuten geht man auf einem fast ebenen Weg und in südlicher Richtung weiter taleinwärts, vorbei am Kreealm-Wasserfall und am aufgelassenen Seegut.

Die Sumpfwiesen mit der entsprechenden Vegetation weisen darauf hin, dass es hier am Ende des Tales einmal einen anderen See (nicht den Schödersee) gegeben hat. Dieser wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts noch in Aufzeichnungen erwähnt.

Sagenhafter Keeskogel

Auf diesem Abschnitt hat man fast immer den Keeskogel vor sich, mit 2.884 Metern der höchste Berg des Großarltales. Sein einst mächtiger und sagenumwobener Gletscher ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Dennoch stürzen von ihm noch immer mehrere Bäche talwärts, die dem Talschluss einen ganz besonderen Charakter verleihen.

Wanderung zum Schödersee bei Hüttschlag

Wolfgang Bauer

Auf dem Weg zum Talschluss bei Hüttschlag

Kurz nach einer Kneippanlage endet der flache bequeme Teil der Wanderung, es wird von nun an etwas beschwerlicher. Rund eineinhalb Stunden sind es von dort noch bis zum Schödersee, aufgrund der vielen Bäche ist der Weg dorthin häufig nass und rutschig.

Periodischer See

Der Schödersee befindet sich auf einer Seehöhe von 1.440 Metern. Er führt nur nach langen und starken Regenperioden oder zur Zeit der Schneeschmelze Wasser. Ansonsten ist er ausgetrocknet, das Wasser rinnt durch die unterirdischen Abläufe ab, an Stelle des Sees ist dann nur ein Gebirgsbach zu sehen.

Konditionsstarke und versierte Geher können von dort noch weiter zur Arlscharte (2.252 Meter) - dem Übergang ins Kärntner Maltatal, wo man bei einer Fortsetzung der Tour zur Elendscharte auch einen Übergang ins benachbarte Kötschachtal von Gastein findet.

Wanderung zum Schödersee bei Hüttschlag

Wolfgang Bauer

Weg zum Schödersee im unteren Bereich, noch unterhalb der Waldgrenze

Aber schon von der Arlscharte bei Hüttschlag hat man bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick auf mehrere Dreitausender: Ankogel, Hochalmspitze und Großer Hafner.

Der Rückweg ins Großarltal bei Hüttschlag erfolgt über die Aufstiegsroute.