Bergdorf-EM in Kleinarl

Die 750-Einwohner-Gemeinde Kleinarl (Pongau) ist ab Donnerstag Schauplatz der zweiten Bergdorf-EM. Darin soll auf die vielfältige Berg- und Lebenswelt der Alpen aufmerksam gemacht werden.

Die Kicker der Bergdorf-EM sind keine Profis, sondern allesamt Hobbysportler. Sie kommen aus der letzten Spielklasse des jeweiligen Landes - zwölf Nationen sind mit dabei. Aber auch wenn keine Profi-Fußballer aufs Spielfeld laufen - an Spannung, Engagement und Internationalität hat der Bewerb doch viel zu bieten.

Tor bei der Bergdorf EM in Kleinarl

Tourismusverband Kleinarl

Lange Vorbereitungen

An dem Turnier wurde seit Wochen gearbeitet, sagt Erich Heiss, Obmann des FC Kleinarl: „Seit Christi Himmelfahrt arbeiten wir am Aufbau. Prinzipiell haben wir das Spielfeld auf 60 mal 30 Meter verkleinert. Der Platz wird seit September von einer Firma betreut - wir haben über 30 Tonnen Sand eingebracht, damit er die Strapazen des Turniers aushält. Der ist jetzt zwei- bis dreimal in der Woche gemäht worden.“

Erster Anlaufpunkt für Spieler und Mannschaften ist der Tourismusverband. Auch dort dreht sich seit Wochen alles ums runde Leder, weiß Obmann Stefan Passrucker: „Das war ein recht großer Aufwand in den letzten zwei Monaten - ob es per Internet übertragen wird, welche Fernsehstationen übertragen. Die Fans wollten auch wissen, ob’s einen Live-Ticker im Internet gibt, damit sie wissen, wie’s steht. Natürlich waren wir auch mit Zimmeranfragen konfrontiert - das Klassische.“

Stammgast dolmetscht für Schweden

Während man sich im Tourismusverband um die Anfragen der Gäste kümmert, ist man in der Frühstückspension „Anja“ schon einen Schritt weiter. Die schwedische Mannschaft wird hier ihr Quartier aufschlagen. Das sieht man auch schon von Weitem - überdimensionale Schweden-Fahnen zieren bereits die Fassade. Damit es keine Verständigungsschwierigkeiten gibt, ließ sich Vermieterin Anja Fritzenwallner etwas Besonders einfallen: „Ein Stammgast aus Hamburg - die ist ein ganz begeisterter Schweden-Fan. Die wird dann auch dolmetschen und beim Anfeuern helfen.“

Sendungshinweis

„Guten Morgen Salzburg“, 24.5.2012

Zu jeder Fußball Europameisterschaft gehört natürlich auch eine feierliche Eröffnungszeremonie - Kleinarl setzt dabei auf Tradition. So gibt der Kirchenchor die Bundeshymne zum Besten, der Heimatverein hat den „Kloaoarla Schuhplattler“ eingeprobt, die Schützen feuern den Ehrensalut ab und die Trachtenmusikkapelle hat eine fußballgerechte Choreografie einstudiert. Die Begeisterung der Einheimischen für die Veranstaltung ist enorm - über 350 Personen helfen großteils ehrenamtlich mit.

Das Eröffnungsspiel bestreiten am Donnerstag ab 18.00 Uhr Österreich gegen die Italien. „Salzburg heute“ ist am Donnerstag live mit dabei beim ersten Spiel - ab 19.00 Uhr in ORF 2.

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