Aktion scharf gegen „Elterntaxis“

Seit Montag geht die Polizei in einer Aktion scharf gegen Eltern vor, die sich nicht an das Fahrverbot vor Schulen in der Landeshauptstadt halten. Im November wurde dieses temporäre Fahrverbot gegen „Elterntaxis“ vor vier Volksschulen verhängt.

Um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, stellt etwa der Schulwart vor dem Campus Mirabell im Andräviertel (Stadt Salzburg) seit November vergangenen Jahres in der Früh Scherengitter auf. Autofahrer, darunter eben Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, sollen abgehalten werden, direkt vor dem Schultor vorzufahren, sagte Erich Raab, Schulwart des Campus Andrä: „Die meisten Eltern halten sich daran. Aber einige Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, stellen sich direkt vor das Scherengitter oder auf den Gehsteig. Ich bin aber kein Wachorgan, ich stelle die Gitter nur auf, um den Rest muss sich die Polizei kümmern.“

Auto vor Scherengitter

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Jeden Morgen stellt der Schulwart zwischen 7.30 und 8.00 Uhr Scherengitter vor der Schule auf

In einer Aktion scharf kontrollierten die Beamten am Montag vor der Schule, sagte Robert Außerlechner von der Polizeiinspektion Rathaus: „Uns wurde geschildert, dass manche Eltern eigenmächtig die Verbotsschilder weggeräumt haben und zugefahren sind.“

Keine Ausnahme für Anrainer

Auch ein Auto vom Samariterbund, das Kinder mit Beeinträchtigung zur Schule bringt, kann nicht vorfahren - die Lenkerin muss die Sondergenehmigung der Stadt vorweisen. Für Anrainer hingegen gibt es keine Ausnahme, sagte Außerlechner: „Die Anrainer werden diese halbe Stunde zwischen halb acht und acht Uhr Früh aushalten müssen. Es ist gesetzlich verboten zuzufahren.“

Samariter-Fahrerin mit Polizist

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Die Mitarbeiter des Samariterbundes brauchen eine Sondergenehmigung

Das Fahrverbot soll vor allem gefährliche Situationen entschärfen, wenn Kinder vor dem Schultor auf Einlass warten und dabei auch auf der Straße stehen. Diese Aktion scharf ist in Absprache mit den zuständigen Stadtpolitikern erfolgt, auch vor drei weiteren Volksschulen, sagte Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ): „Bei diesen Schulen ist der Wunsch von den Direktorinnen und Direktoren gekommen. Hier soll es zu gefährlichen Situationen für die Kinder gekommen sein."

Schüler vor Schule

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Viele Kinder warten vor Schulbeginn auf der Straße

Anzeigen gab es bei den Kontrollen am Montag keine, aber Beanstandungen, wenn Eltern zum Aussteigen direkt im Kreuzungsbereich gehalten haben. Die Polizeikontrollen werden fortgesetzt, das Fahrverbot in den Morgenstunden soll in den kommenden Wochen auf andere Schulen im Stadtgebiet ausgeweitet werden.

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Seit Montag geht die Polizei in einer Aktion scharf gegen Eltern vor, die sich nicht an das Fahrverbot vor Schulen in der Landeshauptstadt halten.

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