400 Jahre Steintheater Hellbrunn

Das Steintheater in Hellbrunn feiert heuer sein 400-Jahr Jubiläum und ist damit die älteste bestehende Freiluftbühne nördlich der Alpen. Bespielt wird die versteckt gelegene Bühne selten, Pläne gibt es aber immer wieder.

Vom Schloss aus ist das Theater nicht zu sehen. Man muss zu einer kleinen Wanderung über das Wasserparterre aufbrechen und dann noch auf den Hellbrunner Berg gehen, um das zwischen Felsen liegende Theater zu entdecken. Dem Charme dieser Bühne zwischen den Felsen sind schon viele erlegen. In den 1970er Jahren wurden beim Fest in Hellbrunn kleine Opern aufgeführt.

Steintheater Hellbrunn

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In den 70er Jahren wurden Opern im Steintheater aufgeführt

Vor 400 Jahren erstmals bespielt

Das Theater wurde in einem ehemaligen Steinbruch angelegt. Das Material wurde für Schloss Hellbrunn verwendet, zusätzlich wurden versteckte Gänge und Höhlen angelegt für eine Bühne, wie das Barock sie liebte. Vor 400 Jahren wurde erstmals Theater gespielt, an dieses Jubiläum wurde am Montag erinnert.

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400 Jahre Steintheater Hellbrunn

Vor 400 Jahren wurde im Steintheater die erste Oper aufgeführt. Seither sind Aufführungen rar.

Keine Elektrizität, keine Bestuhlung, oft Regen

In den letzten Jahren haben viele Veranstalter versucht, den Ort wieder fürs Theater zu nutzen, zuletzt vor einigen Monaten das Salzburger Landestheater: „Natürlich ist es eine logistische Herausforderung an diesem Ort zu spielen“, sagt Operndirektorin Katrin König, „es gibt keine Elektrizität, keine Sessel vor Ort, keine sanitären Anlagen und dann gibt es natürlich den Salzburger Regen der hin und wieder zuschlägt und das Spielen verhindert“.

Steintheater Hellbrunn

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Blick von oben auf die Bühne des Steintheaters

Ein Dach kann man über das Steintheater jedoch nicht bauen, ohne den Reiz des Ortes zu zerstören. Möglich sind lediglich kleine Verbesserungen für die Aufführungen, sagt Eva Hody vom Bundesdenkmalamt: „Eine Bühnenerweiterung und eine befestigte Bestuhlung ist möglich, sofern das wieder rückgebaut werden kann. Wichtig ist, dass diese Einbauten in ihrem Dasein zurückhaltend sind, sodass die Atmosphäre und der Charakter des Ortes nicht verloren gehen“.

Akzeptanz für den Spielort muss geschaffen werden

Bislang gibt es nur kleinere Aufführungen, eine richtige Operninszenierung wie vor 400 Jahren ist schwierig, sagt Konzertveranstalter Konstantin Hiller : „Das würde vor allem ein geduldiges Publikum brauchen. Die große Problematik ist immer die Leute bei Schlechtwetter hochzubekommen und eine Akzeptanz für den Aufführungsort zu schaffen. Dann wären eigentlich alle Probleme gelöst“.

Dennoch gibt es Pläne für eine Operninszenierung, stellt Kulturmanager Thomas Bodmer in Aussicht: „Man muss es einfach tun, wir werden nächsten Sommer was machen“, zeigt sich der Veranstalter zuversichtlich.

Steintheater Hellbrunn

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Zum Jubiläum wurde eine Gedenktafel angebracht

Inzwischen erinnert seit Montag eine Tafel an die legendäre Aufführung vor 400 Jahren.