Grasski-WM: Zwei Mal Gold für Gerlach

Zwei Mal Gold für eine Salzburgerin hat es am Wochenende bei der Grasschi-WM in Kaprun (Pinzgau) gegeben. Jacqueline Gerlach aus Faistenau (Flachgau) erfüllte sich den Traum in diesem schwierigen Sport, den nicht viele kennen.

Grasski WM

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Gerlach im Riesentorlauf

Mit 26 Jahren krönte sich Gerlach nun zur Königin der Grasski-WM. Mit Goldmedaillen in Slalom und Riesentorlauf sowie Silber in der Super-Kombination ließ es die Faistenauerin auf ihrer Trainingsstrecke krachen: „Ich habe die ganze Saison schon gute Erfolge gehabt und alles gegeben. Aber zu Hause und bei einer WM gelten immer andere Gesetze. Ich bin stolz, dass es so gut gelaufen ist.“

„Druck bei Alpinrennen zu groß“

Im abschließenden Riesentorlauf zeigte sie noch einmal ihre Stärke. Als Führende nach dem ersten Durchgang hatte Jacqueline Gerlach mit Silber und Gold in der Tasche nichts mehr zu verlieren. Sie riskierte noch einmal und gewann wieder. Goldmedaille Nummer zwei für die ehemalige Alpinskifahrerin: „Die Konkurrenz ist dort unglaublich groß. Der Druck war mir einfach zu hoch. Deshalb bin ich sehr gerne Grasskifahrerin.“

Die heimische Weltmeisterschaft auf dem Maiskogelhang in Kaprun lockte täglich bis zu 500 Zuschauer an. Es gab insgesamt acht Medaillen für das österreichische Team. Und auch die Veranstalter sind zufrieden, wie Organisator Bartl Gensbichler schildert: „Mit der Ausbeute bei den Medaillen dürfen wir sehr zufrieden sein. Und diese vier Tage in Kaprun haben dem Sport wieder viel Schwung gegeben.“

Schröcksnadel bedauert Dasein als Randsport

Diesen Schwung könne die Randsportart gut gebrauchen, betont ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel: „Leider hat sich das nicht so entwickelt, wie man das einst gedacht hat. Aber der Sport ist großartig. Es ist schade, dass das nicht mehr Gebiete anbieten.“

Schnell und technisch schwierig

ORF-Reporterin Barbara Schulz hat sich die Grasski-WM in Kaprun angesehen.