Zwei Unfälle mit Urlauberautos: 18 Verletzte

In der Nacht auf Sonntag wurden bei zwei Unfällen mit Urlauberautos insgesamt 18 Personen verletzt: Auf der Tauernautobahn (A10) bei Flachauwinkl (Pongau) stießen drei Wagen zusammen. Bei einem Wendemanöver bei Maishofen (Pinzgau) wurde ein Kleinbus gerammt.

Der Unfall in Maishofen-Atzing passierte gegen 22.35 Uhr auf der Pinzgauer Bundesstraße (B311). Beteiligt waren ein mit sieben kuwaitischen Urlaubern besetzter Kleinbus sowie ein Auto, in dem zwei junge Pinzgauer saßen.

Wendemanöver trotz doppelter Sperrlinie

Der 47-jährige Kuwaiti am Steuer des Kleinbusses wendete trotz doppelter Sperrlinie. Dabei kollidierte er seitlich mit dem Wagen des 19-jährigen Pinzgauers. Dieses Auto kam nach der Kollision von der Straße ab und prallte gegen einen Masten.

Bei dem Unfall wurden der Kuwaiti und seine sechs Mitfahrer im Alter von fünf bis 41 Jahren verletzt. Besonders schwer erwischte es den Beifahrer, der ins Salzburger Landeskrankenhaus eingeliefert werden musste. Die anderen Verletzten konnten im Spital in Zell am See behandelt werden. Der Pinzgauer und sein 18-jähriger Beifahrer wurden ins Krankenhaus nach Schwarzach (Pongau) gebracht. Ein mit den Lenkern an Ort und Stelle durchgeführter Alkotest verlief negativ. Die Feuerwehren Maishofen und Zell am See waren mit insgesamt acht Fahrzeugen ausgerückt. Außerdem standen mehrere Mannschaften des Roten Kreuz und drei Notärzte im Einsatz.

Schwere Unfälle in der Nacht

Bei schweren Unfällen in der Nacht auf Sonntag wurden insgesamt 20 Personen verletzt und eine getötet - in Kuchl, Maishofen und Flachauwinkl.

Auffahrunfall nach Panne auf der A10

Auf der Tauernautobahn zwischen der Raststation Tauernalm und Flachauwinkl wurden bei einer Kollision gegen 1.00 Uhr ebenfalls neun Personen zum Teil schwer verletzt: Zwei deutsche Familien hatten ihre Autos auf dem Heimweg vom Urlaub nach einer Panne am Pannenstreifen angehalten. Kurz darauf prallte ein nachfolgender 26-jähriger Pkw-Lenker aus Deutschland in den hinten stehenden Wagen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde dieser nach vorne gestoßen und krachte gegen das Heck des zweiten stehenden Pkw.

Im ersten Auto wurden dabei alle vier, im zweiten Auto alle drei Insassen verletzt. Auch der 26-Jährige Unfallverursacher und seine Mitfahrerin mussten ins Spital gebracht werden. Das Rote Kreuz stand mit insgesamt sechs Fahrzeugen, 15 Sanitätern und drei Notärzten im Einsatz. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Salzburg und Schwarzach gebracht.

Elfjähriger und seine Mutter schwer verletzt

Laut Angaben der Polizei wurden in einem der Pkw ein elfjähriger Bub und seine 39-jährige Mutter besonders schwer verletzt. Bei allen drei Fahrzeuglenkern verliefen die Alkotests negativ. Warum der 26-Jährige auf die beiden stehenden Autos auffuhr, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Tauernautobahn war im Bereich der Unfallstelle von 1.00 bis 5.15 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Es wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet. Der Stau erreichte eine Länge von etwa zwei Kilometer und löste sich nach Aufhebung der Sperre rasch auf.

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