Alte Akkus: Sammelfässer ab Oktober Pflicht

Alte Handy-, Tablet- oder Laptopakkus müssen ab Oktober in Recyclinghöfen in speziellen, nicht brennbaren Fässern gesammelt werden. Denn gerade beschädigte Lithium-Akkus sind potenziell gefährlich - sie können abbrennen.

Anlass für die neuen, strengeren Regeln für das Sammeln alter Akkus waren Fälle wie einer vor vier Jahren in Wien-Liesing: Damals explodierten in einer Müllsammelstelle Lithium-Akkus und lösten einen Brand aus. Mehrere Mitarbeiter mussten sich in Sicherheit bringen - mehr dazu in Batterien lösten Großbrand aus (wien.ORF.at; 16.4.2013).

Alte Akkus

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Explosionen bei beschädigten Akkus möglich

Lithium-Akkus sind millionenfach in Handys, Laptops, E-Bikes und vielen anderen Elektrogeräten verbaut. Im vergangenen Jahr gelangten in Österreich mehr als 1.300 Tonnen Lithium-Akkus auf den Markt.

Feuerfeste Sammelfässer für alte Akkus

Waizinger GmbH

Die Sammelfässer sind feuerfest und belüftet

Grundsätzlich sind sie zwar sicher - „trotzdem kann es bei Beschädigungen dazu kommen, dass sich diese Akkus entzünden, dass es zu Explosionen kommt“, sagt Andreas Kreuzeder von der Umweltschutzabteilung des Landes Salzburg. „Deswegen muss man gerade in der Entsorgung, wo die Akkus am Ende ihres Lebenszyklus sind, spezielle Sicherheitsmaßnahmen setzen.“ Lithium-Akkus können auch empfindlich auf starke Hitze reagieren - kritisch sind Temperaturen von mehr als 70 Grad.

Spezialfässer, Sicherheitsabstände vorgeschrieben

Deshalb sind ab Oktober die besonderen Vorsichtsmaßnahmen Pflicht: Akkus dürfen nur noch in speziellen, nicht brennbaren Fässern gelagert werden. Zu anderen Materialen wie Papier, Karton oder Kunststoff sind strenge Sicherheitsabstände einzuhalten: „Aus Sicht des Brandschutzes und unserer Feuerwehren ist es sicherlich gerechtfertigt, dass man dazu die entsprechenden Maßnahmen trifft - auch am Recyclinghof“, sagt Salzburgs Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter.

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Mehr Sicherheit beim Akku-Sammeln

Für alte Lithium-Akkus gelten künftig strengere Sammelregeln: Demnach müssen sie in feuerfesten Fässern gelagert werden.

Eine Herausforderung sind die strengen Regeln vor allem dort, wo es wenig Platz gibt. Auch kleine Recyclinghöfe müssen sichere Standorte für die nicht brennbaren Fässer bereitstellen. Die Salzburger Gemeinden bestellten insgesamt 800 Behälter für alte Akkus: „Der Bürger gibt es gratis am Eingang zum Problemstoffraum ab“, sagt Abfallberater Franz Kendler. „Da ist ein Vorsammeltisch. Dort werden die Lithium-Akkus abgegeben. Der Betreuer wird dann die Übergabe in die entsprechenden feuerfesten Fässer mit Lüftungsschlitzen machen. Die haben wir dann nahe des Ausgangs aufgestellt.“

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