Sorge um Brandschutz in hohen Häusern

Nach der Brandkatastrophe in London mit 58 Toten, betont die Feuerwehr den guten Brandschutz in Hochhäusern. Deutliche Kritik gibt es aber bei Häusern bis 22 Meter Höhe sowie an deutlich gelockerten Brandschutzvorschriften.

45 Hochhäuser wie das Hotel Europa oder die Gebietskrankenkasse gibt es derzeit in der Stadt Salzburg. Sie sind mit der modernsten Brandschutztechnik ausgestattet und nach menschlichem Ermessen sicher, sagt der Chef der Salzburger Berufsfeuerwehr, Reinhold Ortler.

Anders sieht es bei sogenannten hohen Häusern aus, das sind laut Gesetz Häuser bis zu einer Höhe von 22 Metern - für sie gelten weniger strenge Brandschutzvorschriften - hier kann es bei einem Feuer gefährlich werden.

Hohe Häuser in der Stadt Salzburg

ORF

Hochhäuser und „hohe“ Häuser in der Stadt Salzburg

Brandschutz seit 2011 und 2015 deutlich gelockert

Mehrere hundert solcher Häuser gibt es in Salzburg und Fehler in der Wärmedämmung oder eine mit der Zeit nachlassende Wirkung der Brandschutzimprägnierung der Polystrolplatten, bereiten den Feuerwehrleuten Sorge. Außerdem wurden die Brandschutzvorschriften für solche bis zu 22 Meter hohen Häuser in Salzburg deutlich gelockert.

Der Feuerwehrchef hofft jetzt, dass der Brand in London auch zu einem Überdenken Salzburger Brandschutzbestimmungen durch den Landtag führt. „Es ist immer so, dass man präventiv wenig Gehör findet und es braucht immer - leider Gottes - ein tragisches Ereignis, dass man dann uns Glauben schenkt“, sagt Ortler.

Aktuelle Frage nach Brandschutz

Zwar wird von vielen Seiten auf die hohen österreichischen Brandschutzstandards verwiesen, dennoch gibt es nun Kritik an gesetzlichen Lockerungen.

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